Brot zur WeihnachtszeitSeit geraumer Zeit esse ich nun schon kein Brot mehr. Sich glutenfrei zu ernähren bringt so seine Tücken und bedeutet meist, dass man Brot und andere Backwaren von seinem Teller streicht.

Am Anfang war dies sicherlich schwer.

Wir Deutschen sind eine Brotnation und lieben unser Brot. So auch ich! Das Sonntagsbrötchen zum Frühstück, die Stulle zum Mittag oder „Stulle mit Brot“ (wie manche Leute sagen) zum Abendbrot. Brot gehörte lange in meinen Alltag und machte einen Großteil meiner Ernährung aus.

 

Ein glutenfreies Leben

Brot ist an sich nichts ungesundes und das möchte ich auch niemanden erzählen.

Ich persönlich habe mich dazu entschieden Gluten aus meiner Ernährung zu streichen. Das beutetet nicht, dass ich nicht ab und zu mal ein Stück „normalen“ Kuchen esse oder mir das duftende frische Roggenbrot mit etwas Butter im Mund zergehen lasse. Das sind allerdings Ausnahmen, denn esse ich es in einem kurzem Zeitraum vermehrt, dann macht sich das leider an meiner Haut bemerkbar. Gluten ist ein Stressor für meinen Körper und daher meide ich glutenhaltige Produkte.

Mittlerweile fällt es mir nicht schwer darauf zu verzichten. Ich habe mich so sehr an meinen Lebensstil ohne Brot gewöhnt und liebe es einfach nicht das Gefühl „Steine-im-Magen“ zu haben und meine Haut ist auch viel beruhigter. Ich fühle mich einfach besser ohne Gluten.

 

Glutenfreie Brotalternativen

Glutenfreies Weihnachtsbrot

Manchmal überkommt mich aber doch die Lust auf eine Stulle mit Butter. Für gewöhnlich esse ich dann einfach ein leckeres Roggenbrot (ganz ohne Weizen!). In Melbourne gibt es aber zum Glück so viele Restaurants, die leckere glutenfreie Brotalternativen anbieten, dass ein glutenfreies Leben überhaupt nicht schwer fällt.

Nichtsdestotrotz ist die Investition in so ein „Spezialbrot“ meist erhöht. Daher wollte ich mich schon lange an ein Rezept für ein glutenfreies und gesundes Brot setzen bzw. eines finden. Denn seien wir ehrlich Brot mit Kokos- oder Mandelmehl ist nämlich meist nicht so lecker.


Leckeres Weihnachtsbrot

Bisher fehlte mir allerdings die Motivation. Dann urplötzlich erwähnte meine Mitbewohnerin dieses unglaublich leckere Brot und legte mir das Rezept ans Herz.

Das „life-changing loaf of bread“ von My new roots klang wirklich zu gut, um wahr zu sein. Ich probierte es aus, fand es gut, aber mir fehlte etwas. Daher entschloss ich passend zu Weihnachten eine Weihnachtsbrot-Variante zu kreieren und nutzte Sarah’s Rezept als Basis, fügte noch ein paar weihnachtliche Zutaten hinzu oder tauschte die Sonnenblumenkerne gegen Pistazien und Feigen ein.

glutenfreies Paleo Fruhstucksbrot

 

Die leckeren Gewürze und der Hauch von Orange macht dieses Weihnachtsbrot so unglaublich lecker und geben dem Brot genau die Note, die mir bei dem Originalrezept gefehlt haben. Dabei ist mein Weihnachtsbrot zur ungesunden Weihnachtszeit ein kleiner gesunder Lichtblick, findest du nicht auch?

Gleichzeitig ist es auch noch fast paleo, wenn man von den Haferflocken absieht und vegan, wenn Du Kokosnussöl anstatt Ghee verwendest. Eine rundum gesunde Brotalternative, die sich „schmecken“ lassen kann.

Das Rezept zum gesunden Weihnachtsbrot

Brot zur Weihnachtszeit

Zutaten:

  • 145g grobe Haferflocken
  • 90g Leinsamen
  • 65g ganze Haselnüsse
  • 65g Pistazien
  • 2 EL Chia Samen
  • 3 EL Flohsamenschalenpulver
  • 65g getrocknete Feigen (in Viertel geschnitten)
  • Saft und Schale einer halben Orange
  • 2 TL Zimt
  • 1 TL Ingwer
  • ½ TL Kardamom
  • Prise geriebene Muskatnuss
  • Salz

Flüssige Zutaten:

  • 3 EL Kokosblütensirup (oder Ahornsirup)
  • 3 EL Ghee (oder Kokosöl)
  • 350ml Wasser

Zubereitung:

1. Gebe alle trockene Zutaten in eine Schüssel und vermische sie gut.

2. Vermische die flüssigen Zutaten in einer extra Schüssel und gebe sie zu den trockenen Zutaten und vermische alles bis die Flüssigkeit aufgesaugt ist und der Teig fester wird. Ist der Teig zu fest, gebe noch etwas Wasser hinzu).

3. Fülle den Teig in eine kleine längliche Kuchenform und lasse ihn für mindestens 2 Stunden quellen.

4. Heize Deinen Backofen auf 175°C vor.

5. Stelle den Brotteig auf die mittlere Schiene in Deinen Ofen und backe es für 20 Minuten. Entferne nun die Kuchenform und gebe den Brotlaib direkt auf das Backrost (die Oberseite nun nach unten gedreht) und backe für weitere 30-40 Minuten.

6. Lasse das Brot komplett auskühlen bevor Du es in Scheiben schneidest! Du kannst es für bis zu fünf Tage im Kühlschrank aufbewahren oder es einfrieren.

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