Sport und PCOS Viele junge Frauen schreiben mich an und sind komplett ratlos, wie sie mit ihrer Krankheit richtig umgehen und trainieren sollen. Ganz ehrlich, auch ich war komplett verunsichert. Training und PCOS gehören zusammen, aber…

 

Trainierst Du zu viel oder zu wenig?

Ich treffe in der Regel zwei Kategorien von Frauen: Erstere treibt überhaupt keinen Sport und Frauen in der zweiten Kategorie erzählen mir, dass sie eigentlich sehr aktiv sind und überhaupt nicht verstehen, warum sie PCOS entwickeln konnten. Nicht selten waren sie in der Leichtathletik unterwegs oder treiben mehrmals in der Woche Crossfit.

Die Informationen zum Thema PCOS, Lebensstil und Training können für viele Frauen überwältigend sein. Ohne Frage waren sie das auch für mich.

Bevor Du diesen Artikel überhaupt weiterliest, möchte ich, dass Du erst verstehst, welche Art von PCOS Du überhaupt hast. Dieser Punkt ist wichtig! Ich habe ihn lange missachtet und einen großen Fehler begangen. Ich möchte nicht, dass Du genau den gleichen Fehler machst. (Lies hier alles zu den verschiedenen Typen von PCOS).

 

Okay, was war denn mein Fehler, fragst Du Dich?!

 

Ich hab zu viel trainiert und ernährte mich Paleo, manchmal auch primal. Für mich beutetet dies, dass ich zu wenig Kohlenhydrate aß, was für diese Ernährungsformen typisch ist. Das bedeutete Stress für meinen Körper, der eh schon im Stressmodus lief, da ich den Typ PCOS hatte, der von den Nebennieren herrührte.

 

Auf einmal legte ich an Gewicht zu.

 

Doch, wie kann es sein, dass diese „Fettverbrennungsdiäten“ á la Paleo zu mehr Fett an meinem Körper führen. Bei meinen Sportpensum und die Art, wie ich esse, müsste ich komplett anders aussehen. Doch ich wurde das Fett nicht mehr los. (Ich bin bei weitem nicht übergewichtig, sondern im unteren Normalgewicht, aber bei meinem eher zarten Knochenbau fiel mir das auf).

Außerdem war mein Körper, also meine Muskeln, extrem erschöpft. Auch mit mehr Pausen zwischen den Trainingstagen, scheinen sich meine Muskeln einfach nicht mehr zu erholen. Hab ich was falsch gemacht? Aber hallo, ganz gewaltig Julia!

Doch spulen wir auf Anfang.

 

Warum Du Sport in den Deinen Alltag integrieren solltest, um PCOS zu mildern

Regelmäßiges Bewegen ist wichtig! Nicht nur für Frauen mit dem PCO-Syndrom. Generell kann man sagen, dass wir uns zu wenig bewegen. Das gilt für Frauen mit und ohne hormonellen Störungen.

mit Bewegung PCOS besiegen

Mit einem Hintergrund als ehemaliger Couch-Potato, Trainerin und Frau mit PCOS, bin ich fest davon überzeugt, dass Sport sich positiv auf unsere Hormone und das PCO-Syndrom auswirkt.

 

Bewegung reduziert Fett und hilft beim Abnehmen

 

Einige Frauen mit PCOS sind übergewichtig. Nicht selten kommt daher der Ratschlag von den Ärzten, dass man abnehmen solle. Frauen mit PCOS fällt dies oft schwer. Doch ein hoher Körperfettanteil macht das PCO-Syndrom nur schlimmer und muss daher unbedingt reduziert werden. Sport oder einfach nur mehr Bewegung hilft dabei Körperfett zu verbrennen.

Selbst mit nur einen sehr geringen Gewichtsverlust, können übergewichtige Frauen die Fruchtbarkeit steigern. Das ist wirklich Wahnsinn und so kraftvoll!

 

Sport hilft bei Insulinresistenz

 

Insulinresistenz steht in enger Verbindung mit Polizystischen Ovarialsyndrom. Insulinresistenz beschreibt die Unfähigkeit der Zellen auf Insulin zu reagieren -sie sind resistent gegenüber Insulin. Besonders das Training mit Gewichten kann sich positiv auf eine Insulinresistenz und das Management des Blutzuckerspiegel auswirken. Kraftsport vergrößert die Muskelzellen, was bedeutet, dass sie mehr Energie in Form von Glukose verbrauchen. Das könnte laut Studien die Sensibilität der Zellen auf Insulin steigern. Das beutetet Insulinresistenz kann verringert werden.

Du siehst also, dass Bewegung enorm wichtig für Deinen Körper ist. Es kann sich in Vielerlei Hinsicht positiv auf Deine Hormone (und Deine Stimmung) auswirken.

Fazit: Regelmäßige Bewegung bei PCOS ist unabdingbar! Training und PCOS gehören also zusammen, wenn man PCOS besiegen möchte.

 

Warum zu viel und zu hartes Training schlecht für Dich ist

Training und PCOS

Doch dann gibt es die Frauen, die in der Leichtathletik unterwegs sind (vielleicht auch nur in der Kindheit und Jugend), die sich beim Crossfit auspowern oder eine andere Sportart intensiv betreiben. Gerade diese Frauen sind extrem frustriert, da sie nicht verstehen können, warum sie PCOS entwickelt haben. Der Grund dafür ist: Sie trainieren einfach zu viel!

Sport und gerade intensive Bewegung bedeutet immer auch eine Stresssituation für den Körper. Gerade diese Situation lässt uns für gewöhnlich überflüssige Pfunden schmelzen. Doch setzen wir unserem Körper dauerhaft diesen zehrenden Situation aus, ohne ihm genügend Pausen oder Nährstoffe zur Regeneration zu geben, dann kommt er aus dem Stress nicht mehr raus.

Gerade wir Frauen mit unserem feinen Hormonsystem und -zyklus sind anfällig für Stress jeglicher Art. Besonders dann, wenn der Stress von allen Seiten kommt (Ernährung, zu viel Sport, Beziehung, Arbeit etc)

Unser Körper speichert aufgrund des Stresses mehr Fett, da er unseren Grundumsatz senkt. Hinzu kommt, dass bei Stress unsere Fähigkeit Kinder zu gebären herabgesetzt wird -unsere Geschlechtshormone geraten aus dem Ruder und unsere Periode gern mal aus oder sehr verspätet.

Frauen, Training und PCOS
Typische Symptome, dass Du zu viel trainierst sind:
  • ständige Muskelschmerzen oder -erschöpfung
  • Du nimmst zu, oder erreichst ein Plateau, was das Abnehmen fast unmöglich macht
  • Deine Periode bleibt aus oder kommt sehr verspätet
  • Du bist ständig müde, obwohl Du ausreichend schläfst
  • Du kannst Dich nicht oder nur noch schlecht konzentrieren
  • Du bist ständig erkältet

 

Fazit: Zu viel Sport kann Dauerstress für den Körper bedeuten. Die Nebennieren (unsere Stressdrüsen) arbeiten auf Hochtouren. Das bringt Hormone durcheinander und kann zu PCOS führen oder PCOS verschlimmern.

Bewegung ist ein wichtiges Mittel für Frauen mit PCOS, um die Hormone wieder in Balance zu bringen. Doch es kommt auf die richtige Menge, Mischung und auf die individuelle Frau bzw. auf die Art von PCOS an. Wie Du die richtige Menge an Training für Dich persönlich findest, zeige ich Dir in Part 2 dieser Reihe. Sei gespannt!

 

Coaching- Besiege Dein PCOS

In meinem Coaching zeige ich Frauen, wie die richtige Bewegung dabei helfen kann, PCOS zu mildern und die Hormone wieder in Balance zu bringen. Training und PCOS müssen im Einklang sein. Ausreichende Bewegung sowie die Art der Bewegung ist einer der Bausteine für ein Leben mit ausgeglichenen Hormonen. Alle diese Bausteine betrachten wir für Deine individuelle Person. Denn nicht jedes PCOS ist gleich! Erfrage noch heute Dein kostenloses Erstgespräch und nimm Deine Gesundheit endlich in die Hand.

1 comment on “Frauen, Training und PCOS – Part I”

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