Was essen bei PCOS? Wenn Du mir bereits auf Der JogBlog gefolgt bist, weißt Du bestimmt, dass ich vor zirka 5 Jahren mit PCOS diagnostiziert wurde. Es ist eine hormonelle Störung, die sehr viele Frauen betrifft. (Lies hier, was PCOS ist.)

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man PCOS mit der richtigen Ernährung kontrollieren, wenn nicht sogar heilen kann. Ich habe es zumindest geschafft, und wünsche auch Dir, dass Du Deinen Körper auf natürlichen Wege wieder ins Gleichgewicht bringst. Deshalb habe ich Dir hier einen kleinen Ernährungsguide für Frauen mit PCOS zusammengestellt.

Ernährungsguide für Frauen mit PCOS

PCOS Ernährungsguide

Die richtige Ernährung bei PCO ist wirklich das Geheimnis, um diese Krankheit auf natürliche Weise zu heilen. Jedoch sind sich viele Frauen dessen im Unklaren. Kein Wunder, wenn viele Ärzte behaupten, dass man da kaum was machen könne und einem die Pille, als das ultimative Allheilmittel schlechthin anpreisen. Auch mir wurde dies erzählt! Doch ich wollte mich damit irgendwann nicht mehr abspeisen lassen, recherchierte, machte den Selbsttest und lerne viele andere Frauen kennen, die es geschafft haben. Noch zu wenige Frauen wissen, welche großen Effekte die folgenden Veränderungen in ihrer Ernährung haben können. Ich konnte damit meine Haut verbessern und bekam sogar meine Periode. 

Lebensmittel, die Du unbedingt essen solltest

Lebens die DU bei PCOS essen solltest

Gute Fette

Fette spielen eine wichtige Rolle bei der Hormonproduktion. Daher solltest Du ausreichend gesunde Fett zu Dir nehmen. Dazu gehören Olivenöl, Avocado und Kokosnussöl. Letzteres wirkt antibakteriell und soll sogar gut für die Fettverbrennung sein. Plus, es mach sich super zum Braten, Backen und sogar im Smoothie. Ich kaufe es mir immer gleich im 1-Liter-Glas*.  Avocados sind reich an Vitamin E, welches Progesteron anregt. Ein Muss bei PCOS. Mehr über die richtigen Fette und welche Du unbedingt meiden solltest, erfährst Du hier.

 

B-Vitamine

B-Vitamine sind wichtig für Deinen Zucker- und Fettmetabolismus, sowie für deine Schilddrüse und das Gleichgewicht Deiner Hormone. Besondern viel davon bekommst du in dunkelgrünen Blattsalaten und Gemüse, Pilze, Fisch und Hühnchen. B-Vitamine sind auch sehr wichtig für schöne gesunde Haare und Nägel. Ich nehme regelmäßig ein Vitamin-B Komplex*.

B Vitamine bei PCOS

Fleisch von Weidetieren

Besonders bei einem empfindlichen und gestörten Hormonhaushalt ist es sehr wichtig auf die Qualität der Nahrungsmittel zu achten. Kaufe so oft in Bioqualität, wie Du kannst. Ich weiß, es ist teuer und auch ich kann es mir nicht immer leisten. Trotzdem tu ich dies so oft ich kann und ehrlich gesagt ist es mir meine Gesundheit auch wert. Das Fleisch von Weidetieren versorgt Deinen Körper mit viel guten Protein und besonders guten Fetten. Diese Tiere haben nämlich mehr von den entzündungshemmenden Omega-3 Fettsäuren

Und dann noch etwas außergewöhnliches, was Du vielleicht nicht oft zu hören bekommst: Esse auch die Organe! Damit meine ich vorrangig Leber. Die Organe sind die gesündesten Bestandteile an einem Lebewesen, da sie voller Vitamine stecken. Nur weil, die Leber ein Entgiftungsorgan ist, heißt das nicht, dass dort Giftstoffe gespeichert werden. Im Gegenteil! Leber kann z.B. 20.000 Mal mehr Vitamin A enthalten, als eine simple Karotte. Lecker zubereitet schmeckt das auch wirklich. Und ich habe Leber früher gehasst! Nun esse ich zirka 500g Leber im Monat. Also gar nicht mal so viel. Mir ist dabei ganz egal, ob andere Menschen es eklig finden. Meine Oma hat es auch schon gegessen.

Lebensmittel, die Du vermeiden solltest

Was solltest Du bei PCOS vermeiden?

Stark verarbeitete Lebensmittel

Sicherlich hast Du es bereits schon tausend Mal gehört, aber man kann es nicht oft genug sagen: Lebensmittel, welche in bunten Papp- oder Plastikverpackungen einherkommen, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr stark verarbeitet. Diese Art von Lebensmittel enthalten meist eine außerordentlich undurchsichtige Zutatenliste (Wer weiß heute schon was E… ist?) und einige Dinge, die einfach nicht gesund für Deinen Körper sind. Neben unendlich viel Zucker (Schau das nächste Mal auf die Zutatenliste Deines Brotes und Du wirst staunen, was da alles drin ist), enthalten diese Lebensmittel unter anderem auch Transfette und/oder andere ungesunde Pflanzenöle.

Zucker

Zucker spielt vermutlich die größte Rolle in der Hormonstörung PCOS. Dabei bin ich großer Fan von Obst, Kartoffeln und anderen stärkehaltigen Gemüse. Zucker in Süßigkeiten, Getränken und stark-verarbeiteten Lebensmitteln ist unglaublich schädlich für Frauen mit PCO.

Zucker lässt Dein Insulin in die Höhe schnellen. Insulin wiederum regt die Produktion von Testosteron (männliches Hormon) an. Daher stellen viele Frauen, so wie ich auch, fest, dass ihr Konsum von Zucker sehr stark in Verbindung damit steht, wie sehr sich die Symptome des PCOs bemerkbar machen.

Milchprodukte

Manche Frauen profitieren davon Milchprodukte aus ihrer Ernährung zu streichen, um PCOS zu mildern. Andere wiederum vertragen sie durchaus sehr gut. Es ist also nicht so leicht zu sagen, ob dies für Dich unbedingt der Fall sein muss. Milch wird von manchen Mägen einfach nicht so gut vertragen. Außerdem stellen einige Frauen fest, dass ihnen das Streichen von Milchprodukten bei ihrer Akne hilft, was ein typischen Symptom von PCOS ist. Milchprodukte können nämlich relativ viele Hormone enthalten. Das ist nicht besonders gut, wenn die Hormone eh schon durcheinander sind. 

Am besten streichst du für drei bis vier Wochen Milchprodukte aus Deiner Ernährung und schaust, ob sich bei dir eine Verbesserung der Symptome einstellt bzw. eine Verschlechterung, wenn du sie wieder einführst. 

Getreide

Gluten bei PCOS vermeiden

Auch wenn das Weglassen von Getreide in meiner Ernährung eine große Rolle spielte, muss das nicht unbedingt auf Dich zutreffen. Ich bin der Meinung, dass es nicht bei allen Frauen eine negative Auswirkung haben muss. Falls Du aber ein Problem mit dem Magen hast oder gar eine Insulinresistenz, kann das Weglassen von Getreide (Brot, Kuchen, Pasta, Kekse, Pizza etc.) zumindest für eine kleine Zeitspanne Linderung bringen. 

Das Klebereiweiß Gluten kann erheblichen Schaden in der Magenwand anrichten und so Giftstoffe in die Blutbahn geraten. Außerdem enthalten Getreidesorten Stoffe, die sich an wichtige Vitamine und Mineralstoffe binden, so dass diese nicht vom Körper aufgenommen werden können und anstatt dessen schnurstracks unten wieder rauskommen.

Auch hier gilt, Getreide für ein paar Wochen wegzulassen und zu schauen, was es bewirkt. Glutenfreies Getreide, wie Buchweizen, glutenfreie Haferflocken, Quinoa oder Reis sind in den meisten Fällen okay.


Dieser Ernährungsguide ist sehr nährend. Er versorgt Dich mit vielen Mikro- und Makronährstoffen, die Du für balancierte Hormone benötigst und gleichzeitig entzündliche Prozesse im Körper minderst.

Was ist mit Dir? Hast Du bereits Deine eigene Version einer PCOS Ernährung? Was funktioniert und was funktioniert nicht für Dich? Deine Erfahrung bringt mich und andere einen großen Schritt weiter!

Die Ernährung umstellen mit Unterstützung

Du hast nun gelernt, was Du am besten isst, um deine Hormone bei PCOS zu unterstützen, doch Du weißt nicht, wie Du das Gelesene umsetzten sollst? Ich bin für Dich da! Als Dein persönlicher Health Coach unterstütze ich Dich dabei deine Ernährung umzustellen, damit Deine Hormone freudig tanzen. Schau Dir mein Health Coaching Programm an und buche noch heute ein kostenloses Erstgespräch.

35 comments on “Was essen bei PCO?”

  1. PCO, Oh man. Bei mir sagte die eine Frauenärztin auch es würde vorliegen nach einem Ultraschall, eine andere widersprach ihr nach Ultraschall und Blutbild. Fakt ist, es liegt ein dicker fetter Östrogenmangel bei mir vor mit knapp 25 Jahren und Mitte November steht der Endokrinologe auf dem Plan. Habe seit letztem Sommer wieder 4 Kilo zugenommen, nachdem ich ein Jahr lang eine Abnahme von 9 Kilo gehalten haben und es hört einfach nicht auf. Ganz schlechtes Körpergefühl momentan und von Wohlfühlen keine Spur
    LG,
    Melli

  2. Ich weiß schon seit ich 15 bin das ich das PCO-Syndrom habe und laut meiner Frauenärztin musste ich mich damit einfach abfinden, da alle Pillen die ich ausprobierte Nebenwirkungen hatten, die für mich nicht tragbar waren. Dann nahm ich in 2 Jahren 30 kg zu und wusste nicht weshalb. Ging also erneut zum Frauenarzt und sie sagte mir ich solle einfach weniger essen und Sport treiben. Also tat ich das aber auch nach einem halben Jahr stand kein Gramm weniger auf der Waage. Dann war ich im Krankenhaus, aus einem anderen Grund und sprach das Thema an. Sie sagten mir ich solle zum Endokrinologen, dort wurde mir dann Blut abgenommen. Im Internet habe ich viel über ein Medikament metformin gelesen und gehofft das es auch mir helfen kann. Gestern war ich dann zur Auswertung, ich habe eine Insulinresistens und soll meine Ernährung dementsprechend anpassen. Das wars. Auch er konnte mir ausser dem nichts sagen. Ich fühle mich von allen Ärzten einfach nur im Stich und alleine gelassen..

    • Hallo meine Liebe, 15 Jahre ist natürlich eine lange Zeit und ich lese Deine Frustration und Enttäuschung mit den Ärzten wahrlich heraus. Du bist aber nicht allein! Ich habe damals auch Metformin genommen und es hat mir tatsächlich meine Regelblutung beschert, obwohl ich keine Insulinresistenz hatte/habe. Ich nehme es nun allerdings nicht mehr. Hast Du Metformin bekommen? Hast Du schon ein Mal darüber nachgedacht, Dir woanders Unterstützung zu holen? Unsere Ärzte können leider aufgrund ihres Arbeitspensum nicht die nötige Unterstützung geben, die wir eigentlich brauchen. Da müssen wir meist selbst Unterstützung auf eine andere Weise suchen. Als Health Coach habe ich mich auf PCO spezialisiert, da ich selbst darunter litt und ich denke, dass ich Dir helfen kann Deine Ernährung an Deine Bedürfnisse anzupassen, so dass wir gezielt an Deiner Insulinresistenz und PCO arbeiten können. Ich bin für Dich da! 🙂

      Alles Liebe
      Julia

  3. Hallo Julia,

    ich weiß seit letzter Woche, dass ich an PCO leide. Ich hatte im vergangenen Jahr 2 Fehlgeburten und bin seitdem nicht mehr schwanger geworden. Mein Zyklus ist total durcheinander.Nach der Diagnose war mir klar, was die Ursache dafür ist.

    Ich bin kein Freund von Hormonmanipulation oder Krankenhäusern. Ich würde gerne selbst etwas für mich tun. Man hört immer wieder, das man mit Ernährung und Sport so viel erreichen könne.

    Nun bin ich auf der Suche nach dem rettenden Strohhalm über diesen Artikel und deinen Blog gestolpert. Ich lebe schon relativ gesund…Aber leben mit PCO?

    Daher möchte ich dir für diesen Artikel danken.

    Liebe Grüße

    • Hallo ich habe auch Pco und weiß dies jetzt seid 6 Jahren. Fünf davon haben wir gebraucht um schwanger zu werden. Es hat mit einer IUI und vorher Ernährungsumstellung zu Paleo geklappt.
      Auch nehme ich nach wie vor metformin.
      Mein Zyklus war extrem unregelmäßig und durch eine stichelung der Eierstöcke prompt regelmäßig.
      Was auch gut hilft ist Clavella wenn man metformin nicht bekommt. Und wenn ein Kinderwunsch da ist ab ins Kinderwunschzentrum.

  4. Hallo Julia,

    auch ich kann mich der allgemeinen Verzweiflung anschließen. Trotz Metformin und Pille fühle ich mich besonders nach der letzten Diät machtlos und frustriert. Dank dieser Krankheit habe ich nun schwere Depressionen, eine Essstörung, kaum mehr Haare, unter 10h Schlaf am Tag geht gar nichts weil ich vor Müdigkeit kaum schaffe einen klaren Gedanken zu fassen. Dank jeder erdenklichen Diät liege ich nun bei 60kg übergewicht. Ich nehme bei jedem Versuch ca 25km ab und 30 wieder zu. Versuche in diesem Ausmaß gab es nun schon 6, jedes vergangene Jahr einen. Die letzte Diät war die Stoffwechselkur über 3 Monate. Keine Kohlenhydrate, Fette, Zucker, nichts. Nur Gemüse aber hier eben auch nichmal Möhren wegen dem Zucker darin, und eben Proteinpulver und eine Halbe Hühnchenbrust am Tag. Dazu dann 3Pferde am Tag reiten und weitere 9h körperlich schwere Arbeit. Manchmal hab ich dann einen Apfel gegessen damit das Metformin nicht wieder raus geflogen kam, das verursacht wirklich Nebenwirkungen. Danach hab ich mich geschämt. Einfach aus dem Grund dass ich dann, nach ca 2 Monaten einfach gar nichts mehr abgenommen und schliesslich sogar wieder zugenommen habe. Wie das bei 600kcal am Tag möglich ist frag ich mich bis heute. Nach dieser letzten, verzweifelten Aktion endlich Gewicht zu verlieren bin ich dann für 6 Monate im Krankenhaus gelandet. Das hat natürlich alles wieder in die Tonne gekloppt was ich in den 3Monaten erreicht hatte, waren aber eh nur 20kg und das ist ja inzwischen ein Tropen auf dem heißen Stein. Nach der Klinik hab ich dann 10kg abgenommen. Hatte bei 12h Arbeit schlichtweg keine Zeit zum Essen und natürlich weiß ich ja inzwischen auch dass ich nichts essen darf. Die Ärzte kommentieren das ungefär so: Sie haben pech gehabt und weil ihre Mutter Fett ist sind sie es auch. Essen Sie weniger und machen sie mehr Sport.“ Ich kann so einfach nicht Leben wenn ich unter 600kcal ohne Fett, Carbs, Zucker Leben soll bei 3h Bewegung am Tag. Ich weiss einfach nicht mehr weiter und habe höllische Angst vor jedem neuen Tag denn der bringt einfach nur noch mehr gewicht, noch mehr schmerzen und noch mehr Müdigkeit. Hast du eine Idee?
    Liebe Grüße

    • Hallo meine Liebe,

      ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du Dich von den Ärtzen allein gelassen fühlst und spüre Dein Gefühl der Frustration und Verzweiflung. Ich bin ein großer Fan der Naturheilkunde. Hast Du schon mal einen Heilpraktiker besucht, der sich mit Hormonen (im speziellen mit PCOS) auskennt? Heilung dauert eine gewisse und manchmal sehr lange Zeit, besonders wenn wir den Balast unserer Vorfahren mit uns tragen. Es ist ein langwieriger Prozess, der manchmal Rückschläge mit sich bringt. Ich bin der Meinung, dass der richtige Heilpraktiker die richtigen Ansätze für Dich hätte, um Dir längerfristig zu helfen.

      Ich wünsche Dir auf Deinem Weg alles Liebe!
      Julia

  5. Hey,
    Ich bin 19 ich habe nur sehr kurz die Pille genommen (wegen Ausbleiben der Periode) aber da ich davon total zugenommen habe wieder abgesetzt…
    habe jetzt erfahren das ich wohl PCO habe. Lese mich gerade ein bisschen ein und bekomme irgendwie Angst, ich habe Angst das ich später mal total übergewichtig werde, keine Kinder oder nur schwer bekomme, Krankheiten wie diabetes usw bekomme 🙁
    Bisher bin ich mit ca 1.65 m und 63 kg nicht übergewichtig aber würde gerne etwas abnehmen und nicht zunehmen, wie das der fall bei den meisten (mit PCO) ist…
    Meine Haut ist echt schlecht aber wird besser. Immerhin. Meine Periode ist sehr verschieden kam auch vor das sie 1 Jahr nicht hatte.
    Meine Eltern und ich halten aber generell, von zu schnell irgendetwas einnehmen, nicht viel (Medikamente).
    Ist es zwangsläufig so das man zunimmt? oder kann man auch total schlank und eine gute Figur haben? heißt das für mich es wird schwere wie für andere abzunehmen?

    Finde es toll sich mit jemanden austauschen zu können (Ich hoffe natürlich das ich eine Antwort bekomme :D).
    Dankee 😀

    • Liebe Natalie,

      jeder Körper und somit jedes PCO ist unterschiedlich. Nicht alle Frauen mit PCOS müssen übergewichtig sein (ich bin so ein Fall). Es kann allerdings etwas schwieriger für Frauen mit PCOS sein abzunehmen. Ich werde mich in Zukunft selbst mehr mit dem Thema beschäftigen und auch viel an mir selbst versuchen 😉

      Habe aber keien Angst! Ich glaube ganz fest daran, dass die Hormondisbalance ein Zeichen unseres Körper ist, dass etwas nicht ganz in Balance in unserem Körper ist. (Damit meine ich unsere Ernäherung, Lifestyle, etc.), was wir meist selbst „beheben“ können.

      Ganz liebe Grüße
      Julia

      • Hallo Natalie,

        auch ich habe PCOS, und das wohl laut meiner Frauenärztin auch schon sehr lange. Ich wiege bei 1,56m 48 Kilo, bin also ebenfalls nicht übergewichtig. Ich kann dies mit 2-3mal Sport in der Woche gut halten.
        Wenn du aktuell nicht übergewichtig bist, ist die Gefahr, dass du es „einfach so“ wirst, auch relativ gering, solange du dich gesund ernährst und Sport machst.
        So zumindest habe ich das nach langen Recherchen und Gesprächen mit Ärzten herausgefunden.
        Danke Julia, für diese Seite. Ich finde es wirklich toll, sich austauschen und die ein oder anderen Sorgen teilen zu können. Auch ich soll eigentlich die Pille wieder nehmen, weigere mich aber strikt. Das ist meiner Meinung nach keine Behandlung, sondern nur ein „Aufschieben“ der Symptome, bis dann wirklich mal ein Kinderwunsch usw. da ist.

        Viele Grüße an alle
        Nina

  6. Vielen Dank für deinen wundervollen Blog. Du gibst mir viel Mut! Mein FA hat bei mir kürzlich auch PCO diagnostiziert. Seit Absetzen der Pille (habe sie 9 Jahre genommen) ist meine Periode 6 Monate ganz ausgeblieben. Anschliessend hatte ich sie 2x und seit 3 Monaten wieder nicht mehr. Zysten hat der FA auch festgestellt. Habe einen Hormonspiegel machen lassen, der ist soweit ok nur die männlichen Hormone sind grenzwertig.
    Da ich im Moment noch kein Kinderwunsch habe, hat mein FA mir wieder die Pille verschrieben. Er sagt mir, dass es der einzige Weg sei. Ich sehe das aber anders und möchte meinen Zyklus natürlich regulieren. Deshalb habe ich die Pille nicht wieder eingenommen.
    Ich versuche nun, mit deinen Ernährungstipps das Ganze in den Griff zu bekommen.

    Liebe Grüsse

    Eli

  7. Bin gerade beim googeln von PCO auf diese Seite gekommen und habe mir alle Beiträge und Informationen durchgelesen und fühle mich als würdet ihr mir einen Funken Hoffnung geben, Verständnis und Beistand! Vielen herzlichen Dank für all die persönlichen Erfahrungen und Tipps!

    Ich habe nach einer langen Zeit Zeit die Pille am Anfang des Jahres abgesetzt, da ich mich nicht mehr wirklich wohl damit gefühlt habe, seit diesem Zeitpunkt ist mein Leben ein einziges auf und ab! ich hatte in 7Monaten 2 Mal meine Periode, mein derzeitiger Zyklus liegt wiedermal bei 91 Tagen und jeden Tag hoffe ich darauf, dass es endlich soweit ist und jeden Tag werde ich wieder enttäuscht!

    Ich war bei meinem Gynäkologen weil ich mich nicht gut fühlte und vermehrtes Herzrasen hatte, man aber keine organischer Ursache dafür finden konnte, somit dachte ich all diese Zyklusprobleme und das Herzrasen sind Nebenwirkungen vom Absetzen der Pille, doch ein Ultraschall und ein Bluttest haben ergeben, dass es sich um PCO handelt!

    Seitdem fühle ich mich nur noch schlecht!
    Ich habe wahnsinnige Angst, dass ich niemals Kinder bekommen kann!
    Ich bin 27 und das Thema kommt sehr bald auf, jetzt fürchte ich jedoch das dieser Traum zu einem Horror wird, wenn es nicht möglich ist meinen Zyklus zu regulieren! Mir graut es vor der Vorstellung haufenweise Hormontherapien machen zu müssen und künstliche Befruchtungen als Lösung ansehen zu müssen um ein Kind zu bekommen, von mehreren kann man nicht mal mehr ausgehen!

    Mein FA ist irgendwie keine große Hilfe bei allem!
    Als ich meine Sorgen und Ängste versucht habe zu teilen und näheres wissen wollte, hat er nur gemeint wenn der Kinderwunsch dann mal da ist in ein paar Jahren kann man den Eisprung ohne Probleme medikamentös einleiten!

    Seitdem bin ich völlig verunsichert, ich kann an nichts anderes mehr denken!
    Ich bin wütend, auf den FA und auf mich selbst
    Ich bin am Boden zerstört weil ich Angst habe niemals schwanger werden zu können, ich wollte immer eine große Familie und irgendwie fühlt es sich an als würde dieser Traum gerade platzen!

    Ich weigere mich wieder die Pille zu nehmen, ich hätte gerne Alternativen!
    Doch mein FA denkt, die Pille ist die beste Lösung für mich

    • Ich kann Dich so gut verstehen. Auch wenn ich bei meiner Diagnose noch jünger war und der Kinderwunsch damit noch weit entfernt, habe ich doch so ziemlich das Gleiche gefühlt. Natürlich ist jeder Körper anders, aber ich denke nicht, dass wir von Mutter Natur so eingerichtet worden sind, dass wir nur mit Medikamenten richtig funktionieren. Etwas ist im Körper durcheinander gekommen und PCOS ist die Auswirkung. Bezüglich Deines Zyklus würde ich Dir gern „Agnus Castus“ (auch Vitex oder Mönchspfeffer genannt) ans Herz legen. Diese bekommst z.B. in der Apotheke, aber auch Dein Arzt sollte dieses pflanzliche Präperat kennen. Es wird in der Maturheilkunde sehr oft bei ausbleibender Periode eingesetzt und ich hatte sehr große Erfolge damit.

  8. Danke für dein Blog!
    Ich bin 38 und habe wahrscheinlich schon seit 20 Jahre pco, aber es wurde erst vor 7 Jahre erkannt! Die früher Ärzte haben immer gesagt ich sollte Diät machen und Sport treiben, aber es hat nichts genützt und trotz Pille Einnahme habe ich meine Tage unregelmässig bekommen. Es hat lange gedauert das ich beim ersten Kind schwanger wurde und beim 2 musste ich durch hormontabletten ein Eisprung bekommen, deswegen habe meine 2 Kinder 10 Jahre Abstand. Ich bin wirklich superglücklich, dass ich meine 2 Jungs habe. Aber leider konnte ich nie abnehmen , und eher zunehmen. Deswegen habe ich ein hohe Übergrwicht. Jetzt soll ich wieder metoformin nehmen. Soll ich es machen??

    • Hallo meine Liebe,

      erstmal toll, dass Du zwei gesunde und wunderbare Kinder geboren hast. Das ist wirklich großartig und ist für viele Frauen mit PCOS sehr schwer. Leider kann ich Dir nicht sagen, ob Du Meformin nehmen sollst oder nicht. Ärtze sind dafür da, um zu uns helfen. Frauen mit PCOS fällt es oft schwer abzunehmen. Metformin ist ein Antidiabetikum und wirkt so auf den Blutzuckerspiegel und die Zuckervewertung. Daher wird Metofomin oft erfolgreich bei PCOS und/oder Übergewicht angewendet. Medikamente kommen allerdings meist mit Nebenwirkungen und bekämpfen leider nicht die Ursache des Problems. Eine Änderung des Ernährungs- und Lebensstils ist daher sehr wichtig. Zusätzlich haben sich die natürlichen Zusatzstoffe bzw. Vitamine/Mineralien Inositol und Chromium. als sehr positiv für PCOS erkrankte Frauen erwiesen.

      Ich hoffe ich konnte Dir mit meiner Antwort etwas helfen.

      Liebe Grüße
      Julia

  9. Liebe Julia,

    vielen Dank für deinen tollen Artikel und deinen Blog. Ich habe gerade erst die Diagnose erhalten und bin noch ziemlich vor den Kopf gestoßen, da wir eigentlich derzeit in Kinderplanung (eigentlich wollten wir eine große Familie) sind und ich weder rauche, trinke noch mit Übergewicht zu kämpfen habe und wenigstens einmal die Woche Sport treibe.

    Momentan fühle ich mich von den Ärzten alleingelassen, vor allem wenn man auch auf nicht „panikmachenden“ Seiten von möglichen Folgen nebst fehlenden Kindern liest. Bei mir hieß es auch – wie oben schon mal erwähnt – ich solle einfach abwarten und wenn nichts passiert, soll ich in einem halben Jahr wiederkommen, um eine Stimulation oder Ähnliches durchzuführen. Typisches Übergewicht hätte ich ja nicht.
    Das ist schon ziemlich frustrierend, zumal mir nichts in Richtung Ernährung oder Ähnliches mitgeteilt wurde. Dieses Nichtstun fühlt sich wie eine Glocke an, unter die man gepackt wurde. Das Warten macht einen so fuchsig, dabei war ich schon immer jemand, der bei sich selbst anpackt. Mal bin ich furchtbar wütend, mal traurig, zumal ich auch bereits Vorgeschichten habe und ich mich frage, wie das bisher übersehen werden konnte.

    Daher bin ich froh über deinen Blog, der einem etwas Mut gibt und ich nun das Gefühl habe, irgendwas selbst anzupacken können und wenn es mir nur ein besseres Gefühl gibt.

    Ich freue mich über weitere Artikel und Tipps von dir.

    Liebe Grüße,
    Janina

  10. Hey Julia,

    auch bei mir wurde vor ca. 3 Monaten PCO diagnostiziert.
    Alles begann mit dem absetzen der pille vor ca. einem Jahr. Ich nahm die pille seitdem ich 12 war und habe sie mit 18 abgesetzt, da ich immer wieder Nebenwirkungen hatte. Seitdem sind Zyklusstörungen das Alltagsleben, ich blute jedoch wie die meisten nicht zu wenig sondern viel zu viel, am schlimmsten waren ca. 6 Wochen durchgehende Schmierblutungen. Meine Haut hatte sich ebenfalls total verschlechtert, jedoch bekam ich zumindest das einigermaßer mit dem spray 101E und agnus castus (mönchspfeffer) wieder geregelt, welchen ich jetzt auch schon über 3 Monate nehme.
    Außerdem habe ich Diabetes Typ 1 schon seit dem ich 11 jahre alt bin, bin aber keineswegs übergewichtig. Das Diabetes
    ist denke ich mal der Hauptauslöser weshalb meine Hormone nicht im reinen sind, obwohl mein Zucker sehr gut eingestellt ist. Mein nächster Verdacht liegt bei den ganzen neuartigen Pillen, sie scheinen alle nichts mehr zu taugen.
    An Übergewicht leide ich auch nicht, jedoch fühle ich mich in meinem Körper einfach nicht wohl. Komische Behaarungen, die unreine Haut, das nicht weiblich fühlen und die Angst keine kinder bekommen zu können vermiesen einem ziemlich die Laune, worunter dann gerade der Lebensgefährte sehr leiden muss.

    Eine Pille kommt bei mir überhaupt nicht mehr in Frage, mit PCO zu leben jedoch auch nicht. Ernähren tue ich mich durch meine Zuckerkrankheit sowieso bewusst und gesund. Sport mache ich ebenfalls 2-3 mal die Woche.

    Ich bin langsam wirklich verzweifelt was ich noch tun kann, habe auch schon mehrere FAs ausprobiert, von denen wird das alles jedoch immer ziemlich runtergespielt und man erhält keine wirkliche Hilfe.

    Hättest du vlt noch individuelle Tipps für mich?

    • Hallo Du Liebe,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Starke Blutungen können ein Zeichen einer Östrogendominanz sein, die auch häufig bei PCOS vorkommt. Das bedeutet, dass Progesteron im Verhältnis zu Östrogen zu gering ist. Es kann allerdings noch andere Gründe dafür geben, wie zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion. Hier ist es sehr wichtig, dass Dein Arzt alle wesentlichen Hormone gecheckt hat und ganz wichtig das Verhältnis von Östrogen zu Progestron, wozu es meist drei Blutuntersuchen in Laufe Deines Zyklus bedarf, da die Hormone ganz natürlich innerhalb der 28-35 Tage schwanken. Warst Du beim Endokrinologen deswegen?

      Ganz wichtig ist -trotz ausgewogener Ernährung- die Ernährung hinsichtlich Deiner Ausscheidungsorgane (vor allem der Leber). Ganz viele leiden hier an Verstopfungen (wer nicht jeden Tag auf Toilette geht, ist verstopft!), was eine große Ursache von Hormonproblemen darstellt. Die Leber gilt es zu unterstützen. So kann man z.B. die Ernährung so auslegen, dass die Östrogenausscheidung angeregt wird bzw. Progesteron gesteigert.

      Stress spielt fast immer einer entscheidene Rolle und wird meist nicht bedacht. Dinge wie Yoga, Meditation oder einfach der Lieblingsbeschäftigung nachgehen, kann hier sehr helfen. Diese helfen meist auch unserem Gefühl von mehr Weiblichkeit.

      Die individuelle Hilfe aus der Ferne ist immer schwierig. Ich hoffe ich konnte Dir trotzdem ein paar Ideen geben, wo Du noch ansetzen könntest. Schreibe mich gerne wegen eines Coachings für ganz persönliche Ratschläge an 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Julia

  11. Hallo,

    Ich bin 20 und auch ich habe PCOS, bin 1.68 groß und wiege 59 kg bin also auch nicht übergewichtig.
    Habe auch keine der andere Probleme habe nie mit Akne oder stärker Behaarung zu kämpfen gehabt und trotzdem seit 3 Jahren PCOS diagnostiziert.
    Meine Ärzte sagen auch immernur ich soll die pille nehmen um irgendwann grössere Chancen zu haben Kinder zu kriegen.
    Bin aber auch kein Fan von der Pille also hab ich sie auch vor 6 Monaten abgesetzt und seitdem keine Periode gekriegt.
    Da ich ja weiss dass es schädlich ist bin ich heute wieder zum Arzt und habe jetzt eine Pille gekriegt bei der ich nach 12 Tagen meine Periode kriege soll.
    Danach soll ich nach Empfehlung den Verhötungsring ausprobieren.
    Bin sehr unzufrieden mit allem würde eigentlich am liebsten garnichts derart nehmen aber auch die richtige Ernährung scheint bei mir nicht zu helfen.
    Ich mache viel Sport und ernähre mich überwiegend seht gesund bin seit einem halben Jahr jetzt Veganer achte aber sehr darauf alle nötigen Vitamine zu bekommen.
    Wieso mein PCS eher schlimmer als besser wird .. keine Ahnung.
    Auch ich fühl mich alleingelassen von den Ärzten man wird kaum über die Krankheit aufgeklärt und muss sich alles wissen selbst aneignen, deshalb bin ich auch sehr froh über foren wie diese, danke dafür:)
    Ich bin zwar noch jung aber auch ich wollte schon immer eine große Familie,ich lebe schon länger mit meinem Freund zusammen und wir wollten früh Kinder kriegen.

    Zu hören wie schwierig es werden kann ist seht beängstigend, Aber es ist schon sich hier mit anderen austauschen zu können.

    Liebe Grüsse

  12. Es ist schön, dass wirklich mal jemand über Ernährung bei PCO-Syndrom schreibt. Und die vielen Kommentare hier tun auch gut, da ich persönlich sonst niemanden mit PCOS kenne.

    Ich selbst habe das PCO-Syndrom, obgleich es sich etwas untypisch gezeigt hat und erst mit 27 Jahren durch Hormontests bestätigt wurde. Es fehlen die typischen vergrößerten Zystenartigen Eierstöche und die Menstruation kam auch zu regelmäßig, wenngleich insgesamt seit der Pubertät unregelmäßig oder etwas zu lange Zyklen. Raus gekommen ist alles erst durch die Akne, unter der ich seit meinem 15. Lebensjahr leide und plötzlichen Schmierblutungen, immer ab dem Eisprung. Gleichzeitig wurde die Scheidenschleimhaut sehr empfindlich und schnell gereizt und chronisch trockene Augen. Dahingehend hat allerdings noch kein Arzt einen Zusammenhang vermutet..
    Ich habe bereits 2 Pillen ausprobiert, diese aber überhaupt nicht vertragen und nehme zur Zeit wieder Mönchspfeffer, da er bei mir deutlich gegen PMS hilft. Nur beim PCOS tut sich Nichts.

    Eine Glucosetoleranztest wurde auch gemacht, dieser ist leicht auffällig, aber insgesamt auch wieder zu grenz wertig, um eine Insulinresistenz zu bestätigen. Die Diabetologen meinte, das ich eh schon immer im Untergewicht bin und Ernährung und PCOS schlecht erforscht oder nachgewiesen sind, soll ich mich ausgewogen und gesund ernähren. Mehr könne ich nicht machen 🙁

    Ich würde so gerne eine spezielle Ernährung ausprobieren, bin aber so unsicher, da ich eh schon seit Kindheitstagen zu dünn bin und nicht weiter abnehmen möchte. Leider bekomme ich eine auf mich zugeschrieben Ernährungsberatung nicht von der KK bezahlt. Doch nach Einträgen wie diesen bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass es sich lohnen würde darauf zu sparen.

    • Hallo Du Liebe! Mit Ernährung kann man viel machen, aber auch andere Ansatzpunkte des Lebensstils würde ich mir genauer anschauen. Stress ist in allen Fällen auch ein großes Thema (besonders auch dann, wenn man eher in die untergewichtige Fraktion fällt), was sich sehr lohnt zu erkunden. Schreibe mir gern eine e-Mail an coaching@sweatlavender.de für mehr Infos 🙂

      Liebste Grüße

  13. In den letzten Jahren wurden viele Diatvorschlage fur die Behandlung von ubergewichtigen PCOS Patientinnen empfohlen! Bisher hat sich keine als eindeutig besser als die anderen herauskristallisiert. Wenn eine Frau mit einem Diatregime nicht zufrieden wird, darf sie gerne zu einer anderen Diat wechseln und so lange ausprobieren, bis sie das Richtige fur sich gefunden hat. Die Ernahrung sollte dabei abwechslungsreich sein und alle wichtige Nahrstoffe erhalten. Ublicherweise wird diese Art der Diat als „ausbalancierte Diat bezeichnet.

  14. Hallo,

    Ich hab da eine Frage, was genau sollte man dann zum Frühstück essen, da es heißt Milchprodukte und Getreide sollte man nicht Essen?

    Liebe Grüße!

    • Hallo meine Liebe,

      ich empfehle anstatt Kuhmilch auf pflanzliche Alternativen, wie z.B. Mandelmilch (oder auch als Mandeldrink bezeichnet) umzuschwenken. Es gibt mittlerweile so viele Alternativen, was richitg toll ist. Auch gibt es leckeren Kokosnussmilchjoghurt, der eine super Joghurtalternative ist.

      Bei „Getreide“ würde ich mehr auf Gluten achten, was aber sicherlich nicht bei allen zutreffen muss. Teste das für Dich einfach mal aus. Jedoch stellt Gluten tatsächlich für einige Frauen mit PCOS ein Problem dar.

      Ich liebe ein Porridge aus glutenfreien Haferflocken und Wasser (oder eventuell Milchalternative) zum Frühstück oder einen Smoothie. Wer es deftig mag, der kann auch sehr gern Eier zum Frühstück essen.

      Viele liebe Grüße
      Julia

  15. Hallo die Damen,

    ich bin heute zufällig auf ein ein Video von Julia gestoßen und damit auch über diese Seite… Sehr gut, dass jemand dieses Thema so kompakt angeht. Schöne Seite, tolle Fotos!

    Passend zu dem Thema „was essen“, will ich euch so kurz ich kann meine Geschichte schreiben:

    Ich habe/hatte auch eine PCOS-Diagnose, eine Sammlung von kleinen Myomen in der Gebärmutterwand, sehr starke Regelblutungen und einen verkürzten Zyklus, wünsche mir aber wie so viele Frauen eigenen Nachwuchs. Die Pille nehme ich schon seid vielen Jahren nicht mehr, weil auch ich mich damit nicht gut gefühlt habe.
    In der Kinderwunschsprechstunde wurde mir nach 5 Monaten Medikamenten (Esmya, Metformin) gesagt, dass ich keine Chance mehr habe weil ich einfach zu den Myomen und PCOS nun auch schon zu alt bin. Behandlung beendet. Bei meiner Frauenärztin gleiche Situation: zu alt, krank, Thema vom Tisch.

    Das Metformin hätte mir mein Hausarzt auch weiter verschrieben, aber ich habe es abgesetzt weil ich mich damit noch schrecklicher gefühlt habe als vor der Einnahme. Meine Leber- und Schilddrüsenwerte waren nicht mehr in Ordnung und von Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit war ich weit entfernt.

    Dann habe ich begonnen zu recherchieren und Schritt für Schritt habe ich meine Ernährung und auch einige Lebensgewohnheiten umgestellt.

    Alles begann mit basischem Frühstücksbrei, da ich zuerst nach einer Alternative zum klassischen Weißmehlbrötchen mit Marmelade oder Wurst gesucht habe.
    Nach diesem Frühstück ging es mir noch nie so richtig gut und spätestens um elf hatte ich schonwieder einen Bärenhunger!
    Das war vor einem halben Jahr. Heute bekomme ich Komplimente, dass ich so gesund und erholt aussehe, bin ich fast 7 Kilo leichter, gehe einmal die Woche zum Sport, esse nahezu nie Weizen oder stark industriell verarbeitete Produkte und sehr, sehr wenig Zucker. Meine Blutwerte sind alle wieder im Lot und mein Wohlbefinden auch. Ich habe Lust mich zu bewegen und auch großen Gefallen gefunden an dem was ich heute esse, weil es mir einfach gut tut:
    Das hat sich langsam, Schritt für Schritt entwickelt. Ich habe was ausprobiert, und geschaut ob es mir besser geht damit. Dinge wieder verworfen oder ergänzt, probiert was im Alltag für mich praktikabel ist… Hier also mein aktueller indealer Tag:

    vor dem Frühstück: Ölziehen für Mundflora und Entgiftung, dann erstmal warmes Wasser oder Tee.

    Frühstück: Über Bircherbrei oder einem Mus aus Apfel, Möhre und Banane bin ich dazu gekommen Haferflocken mit geschroteten Leinsamen in einem Schluck heißem Wasser einzuweichen. Dazu kommen dann Rosinen, eventuell gehobelte Mandeln und ein geschnippelter Apfel oder anderes frisches Obst oder Beeren, obendrüber etwas Zimt. Bis auf das Obst sind das Dinge von denen ich gelesen hatte dass sie den Blutzuckerspiegel niedrig halten…

    Mittagessen: gedünstetes Gemüse, grüne Smoothies oder Salat, oder anderes leckeres Gemüselastiges 🙂

    für den kleinen Hunger zwischendurch: Wasser oder Tee, Mandeln und andere Nüsse, Obst, Reiswaffeln, selbstgemachtes Fruchtleder

    Abendbrot: da esse ich etwas von den Varianten mittags oder auch mal Dinkel oder Roggenbrot (Sauerteig!) und Salat aller Art oder jetzt über den Sommer sehr gern Tomatenschnitte…

    Für meine Smoothies habe ich Wildkräuter z.B. Brennessel und Giersch gesammelt oder auch Kresse und andere Kräuter selbst gezogen. Wenn all das gerade nicht vorhanden ist gibt es Chlorella…

    was trinke ich: stilles Wasser und Kräuter- und Früchtetee ohne Zucker

    Trotzdem verzichte ich nicht auf meinen Milchkaffe, aber dann mit frischer und nicht fettarmer Milch, denn ich habe im Netz auch mal von einer Studie gelesen, dass gerade fettarme Milchprodukte die Fruchtbarkeit minimieren.

    Abends zur Entspannung mache ich öfter Basenbäder oder ein Natronfußbad das wurde mir von einer Heilpraktikerin zur Entgiftung empfohlen… und die Haut macht es auch schön zart… :o)… achso sie riet mir auch auf Mais und Schweinefleisch zu verzichten…kein Schwein oder wenig Schwein zu essen tut auch Rheumatikern gut…halte ich also für einen wichtigen Hinweis…

    Alles in allem esse ich heute überwiegend pflanzlich und davon auch viel roh, in welcher Form auch immer. Es gibt noch Kaffe, Zucker, Milch, Fleisch und Wein aber wenig und dafür aber von hoher Qualität.
    Ich koche und bereite nahezu alles selbst zu und merke heute wie überwürzt und künstlich viele Fertigprodukte sind…
    Und wenn ich doch mal ein Weizenbrötchen oder unterwegs irgendwelches Fast Food gegessen habe, merke ich heute danach, dass es mir nicht gut getan hat, weil ich jetzt weiß wie gut mir Lebensmittel tun können und dass es auf die Qualtität beim Essen ankommt, nicht auf die Menge…

    Ob es nun bei mir mit dem Nachwuchs noch klappt, steht in den Sternen, aber in jedem Fall bin ich froh dass ich auf meinen Körper und Bauch gehört und begonnen habe mich zu informieren und etwas zu ändern. Ich bin froh nicht dauerhauft Medikamente nehmen zu müssen und mich wieder wohler zu fühlen, auch Zyklus und Regelblutung normalisieren sich immer mehr…

    Ich kann nur sagen, fangt an etwas zu ändern, kleine praktikable Schritte… findet raus was euch gut tut!

    Viele Grüße

    Anna

    • Liebe Anna,

      tausend Dank für Deinen Kommentar.Der wird so vielen noch mehr Mut machen 🙂 So schön zu lesen, dass noch jemand es ohne Medikamente, trotz der wenigen Hoffnung der Ärzte, geschafft hat. Das beweist, dass unser Körper (wenn wir ihm die Chance geben) ganz natürlich ins Gleichgewicht kommen kann. Das will er ja immer. Nur lassen wir ihn mit unserem Lebensstil nicht.

      Genauso war es bei mir -Schritt für Schritt und viel ausprobieren. Die Qualität des Essens ist wirklich so wichtig und auch ich spüre seit Jahren den dramatischen Unterschied (wenn ich mal wieder etwas Fast Food esse -das fühlt sich furchtbar an). Toll, dass Du das Würzen angesprochen hast. Ich finde auch, dass die meisten Sachen viel zu viel davon haben (und dann oft auch künstlich) frische Kräuter (oder sogar Wildkräuter) schmecken so viel besser und peppen jedes Essen auf.

      Auch ich finde es wichtig auf eine pflanzliche Ernährung zu setzen. Allerdings kommt Milch bei mir nicht so gut an. Das muss jeder wirklich für sich herausfinden.

      Vielen lieben Dank noch einmal für die Zeit, die Du Dir genommen hast, um hier ganz ausführlich Deine Erfahrung und Tipps zu hinterlassen.

      Ganz liebe Grüße
      Julia

  16. Hallo Julia, Hallo die Damen,

    aber sehr gern doch! Es war mir ein Bedürfnis! Frauen die das Problem nicht haben verstehen oft nicht was und warum ich sowas esse. Zugegeben, grüne Smoothies mit Brennessel und Giersch klingen nur für aufgeschlossene Naturen lecker… ;o)

    Mir ist über Nacht noch etwas eingefallen: Es gibt meherere Punkte die mir beim Start der Veränderungen und dem Absetzen des Metformins Mut gemacht haben:

    1. Ich habe die Ärztin in der Kinderwunschsprechstunde gefragt ob sie denkt, dass PCOS eine Zivilisationskrankheit ist, und sie hat das ohne Zögern bestätigt!
    Also was haben Menschen gegessen bevor Lebensmittelherstellung und Verkauf ein Industriezweig wurde? Vor Fast Food, BäckereiKetten und Fertiggerichten? Wie wurden Tiere gehalten und Gemüse angebaut, Lebensmittel zubereitet und haltbar gemacht? Wie viel haben sich Menschen bewegt und was haben sie gemacht vor Handy, Laptop und MP3 Player?

    2. Soweit ich von einer Freundin, die Medizin studiert hat, weiß ist in einer schulmedizinischen Ausbildung nur ein Semester eine Vorlesung zu Heilpflanzen enthalten… sonst nichts. Woher sollen Schulmediziner es denn dann wissen was man mit Lebensmitteln und Heilpflanzen im Körper erreichen kann? Das ist fast verloren gegangenes Kräuterfrauenwissen ;o)
    Die Schulmedizin ist super wenn es um akute Probleme geht: Mit einem offenen Bruch will keiner zuerst zum Hömöpathen… aber bei Chronischen Krankheiten, Allergien und altersbedingten Leiden braucht es Ursachenforschung, nicht chemische Symptomverdrängung.
    (Nicht zu vergessen, dass die seelische Verfassung einen großen Einfluss auf die körperliche Gesundheit hat. Auch damit habe ich mich beschäfigt, aber das sprengt jetzt hier den Rahmen…)

    3. Eine Bekannte konnte mit einer Umstellung zu einer stark Gemüselastigen, natürlichen Ernährung und mindestens 4 Stündigen Essenspausen ihr Diabetes Typ 2 stark in die Schranken weisen und braucht nur noch ein Minimum an Medikamenten.

    Was ich aber auch ergänzen Muss: Ich kenne persönlich eine junge Frau mit PCOS der die Einnahme von Metformin nach mehreren Fehlgeburten endlich zum ersehnten gesunden Nachwuchs verholfen hat. Und sie hatte nahezu keine Nebenwirkungen durch das Metformin. Sie hat es vorsichtig eingeschlichen und es hat funktioniert. Es kann also auch Schulmedizinisch klappen…

    Also nur Mut! Findet euren Weg! Denkt und recherchiert selbst! Hört auf euren Bauch und kümmert euch gut um euch, das könnt nur ihr selbst für euch tun!

    Viele Liebe Grüße

    Anna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*