PCOS - SymptomePolyzystische Ovarialsyndrom ist eine sehr häufig auftretende hormonelle Störung bei Frauen. Doch nicht jedes PCOS ist gleich. Ich bin davon überzeugt, dass es sehr wichtig ist, dass jede Frau weiß, welche Art von PCOS sie hat. Das hilft die richtigen Schritte in Richtung Heilung zu gehen.

Laut der Heilpraktikerin Lara Briden* gibt es verschiede PCOS-Typen. Auf die drei wichtigsten möchte ich hier eingehen.

In der Schulmedizin geben wir allen dieser Arten den gleichen Namen, doch kann die Hauptursache eine ganz andere sein. Alle vier Arten äußern sich meist über die gleichen Kriterien, welche Du in einem vorangegangen Artikel über PCOS nachlesen kannst. Natürlich werden alle vier Arten mit den gleichen Medikamenten in der Schulmedizin behandelt, auch wenn sie nicht immer für alle wirken. Medikamente bekämpfen leider nie die Ursache, sondern unterdrücken lediglich die Symptome.

 

Nicht alle Frauen haben die gleichen Symptome und gleiche Art von PCOS

Hirsutism und PCOS

Nicht alle Frauen mit PCOS sind übergewichtig oder leiden an Akne und Hirsutismus. Sie leiden an unterschiedlichen Symptomen und daher kann die Diagnose PCOS oft sehr verwirrend sein.

Ich zum Beispiel habe mich eine ganze Zeit nur auf meine Ernährung konzentriert und versucht Zucker zu reduzieren, da PCOS immer in Verbindung mit Insulinresistenz gebracht wird. Auch wenn ich keine Insulinresistenz habe. Nun möchte ich nicht sagen, dass Zucker nicht in allen Arten von PCOS großen Einfluss hat. Ich bin davon überzeugt, dass die Menge an Kohlenhydraten und Zucker bei jeder Art von PCOS eine große Rolle spielt. Bei mir hat es auf jeden Fall einiges gebracht Zucker zu minimieren, doch es war nicht ausreichend. Stress spielt bei mir eine viel größere Rolle. Mit meiner Ernährungsumstellung habe ich den Stress auf meinen Körper minimiert (daher auch etwas erfolgreich), aber es gab noch genug andere Stressoren in meinem Leben und das spürte ich.

 

Die Arten von PCOS

Was ist PCOS?

  1. PCOS mit Ursache Insulinresistenz

Diese Art von PCOS scheint die typischste zu sein. Daher wird vom Arzt auch meist gleich ein Insulintest an die Diagnose angehangen. Die Ursache ist meist der Konsum von zu viel Zucker und die Ausschüttung von zu viel Insulin von der Bauchspeicheldrüse. Es ist eher wahrscheinlich, dass Du übergewichtig bist. Aber auch normalgewichtige Frauen können eine Insulinresistenz haben. Ein Test beim Endokrinologen gibt mehr Aufschluss. Frauen mit Insulinresistenz profitieren enorm von einer Ernährungsumstellung. Andere Ursachen sollten aber nicht ausgeschlossen werden. Auch hier spielt Stress eine große Rolle. Es ist nachgewiesen, dass Frauen mit PCOS in der Regel mehr vom Stresshormon Cortisol ausschütten. Stress stört den Körper auf noch viel mehr Ebenen als nur den Eierstöcken.

Lies hier, wie Du bei PCOS essen solltest.

 

  1. PCOS durch Pille verursacht

Die Einnahme der Pille gaukelt dem Körper vor, dass er schwanger ist. Ein Eisprung wird daher unterdrückt. Meist ist es ganz normal, dass nach dem Absetzen der Antibaby-Pille nicht sofort die Periode einsetzt. Der Körper braucht eine gewisse Zeit, um sich an die neue Hormonsituation zu gewöhnen. Nichtsdestotrotz kann trotzdem PCOS diagnostiziert werden. In der Tat braucht der Körper aber manchmal einige Zeit, um die Hormone wieder auszubalancieren. Wenn nach drei bis vier Monaten noch keine Periode eingesetzt hat, kann man versuchen mit pflanzlichen Mitteln nachzuhelfen. Lara empfiehlt hier die Einnahme von Vitex (Mönchspfeffer), was allerdings nicht als Dauerlösung angesehen werden sollte. Vitex kann helfen die Periode zu normalisieren. Eine Einnahme länger als 10 Monate ist nicht ratsam. Danach sollte die Periode ohne pflanzliche Präparate auskommen. Bleibt Deine Periode nach der Einnahme wieder aus, sollten andere Maßnahmen in Betracht gezogen werden, die eine Umstellung Deiner Ernährung und Lebensstils einschließen.

 

  1. PCOS durch chronische Entzündungsprozesse

Stress in verschieden Formen ist Gift für den Körper. Das gilt für jede Frau. In manchen Frauen führt Stress zu chronischer Entzündung und kann so zu einer Art von PCOS führen. Dabei meine ich mit Stress nicht nur die ständigen Deadlines und Rumrennerei auf der Arbeit. Stress kann auch auf Zellebene im Körper stattfinden und durch Umweltgifte, wie Pestizide und Plastik erhöht werden. Aber auch ein ungesundes Darmsystem (Stichwort: Leaky gut!) sowie das Zuführen von entzündungsfördernden Lebensmittel, wie Fertigprodukten, Zucker, Gluten und Milchprodukten stören den Körper und lassen das Immunsystem auf Hochtouren arbeiten.

Essen bis zum Platzen

Meist leiden Frauen mit dieser Form an ständig wiederkommenden Infekten und Hautproblemen, wie Rosazea oder Ekzemen. Meist herrscht ein Vitamin D Mangel vor. Es ist auch typischer für diese Art von PCOS, dass nicht Testosteron, sondern voranging die androgenen Hormone DHEA-S oder Androstendion erhöht sind. Man könnte behaupten PCOS wird in diesem Typ durch die Nebennieren ausgelöst. Nicht nur die Ovarien produzieren Sexualhormone, wie Testosteron. Andere Androgene, wie DHEA werden von den Nebennieren produziert. Die Nebennieren sind besonders an unserer Stressreaktion beteiligt. Sie produzieren ebenfalls unser Stresshormon Cortisol sowie Adrenalin. Werden die Nebennieren bei Stress angeregt, können so auch mehr Androgene produziert werden. Eine drastische Stressreduktion auf allen möglichen Bereichen ist für diesen PCOS-Typ sehr wichtig.

Natürlich lassen sich unsere Hormone nicht in Schubladen packen und eine Überschneidung der verschiedenen Typen ist sehr wahrscheinlich. So liegt vermutlich eine Art von chronischer Entzündung in allen Formen vor und kann zu Insulinresistenz oder anderen hormonellen Störungen, wie Schilddrüsenunterfunktion führen. 

Wurdest Du auch mit PCOS diagnostiziert? Hattest Du Einblick in Deinen Laborbericht? Welche Schritte hast Du bisher unternommen, um zu Heilen? Schreib es mir in die Kommentare.

 

Health Coaching für eine regelmäßige Periode und Fruchtbarkeit

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3 comments on “Welche Art von PCOS hast Du?”

  1. Hallo Julia! Was bin ich froh, dass ich deinen Blog entdeckt habe!!! Man darf einfach nicht aufgeben 😉 Bei mir wurde vor gut 1 1/2 Jahren PCO festgestellt… Leider hatte ich bis dahin mehrere Arztbesuche und auch 2 Krankenhausaufenthalte. Die Symptome waren bei mir so heftig, dass ich nicht einmal mehr Autofahren konnte… auch Straßenbahnfahren ging nicht. Mein Kopf konnte die Bewegungen nicht verarbeiten. Kürzester Zeit wurde ich Kurzsichtig (Brille steht mir zum Glück sehr gut), ich habe 10 Kilos binnen 3 Monaten zugenommen (was leider nicht runter geht), Haut und Haare sind super schön, dafür hatte ich extreme Schlafprobleme und Panikanfälle. Nach ewigem Suchen und Bücherlesen hab ich mir die Diagnose selbst gegeben und dann wusste ich, dass ich zum Frauenarzt musste. Termin vereinbart und alle Tests gemacht und leider ein Volltreffer. Ich bekam ein Jahr lang Progesteron in dp Dosis. Es ging mir wirklich viel besser (abgesehen davon, dass mein Bindegewebe und der Darm sowie meine Haut sehr unter den Tabletten zu leiden hatte), so muss ich echt sagen, dass mir diese Tabletten wahrlich mir mein Leben ein Stückweit zurückgegeben haben. Vor zwei Monaten hatte mich mein Frauenarzt auf eine Testosteronsenkende Pille umgestellt und BOOM… wieder dasselbe… kein Autofahren möglich und noch schlechtere Sicht aus meinen Äugleins. Zudem konnte ich mich gar nicht mehr auf Gespräche konzentrieren. Jetzt habe ich den Entschluss gefasst mein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Ich weiß, dass ich es schaffen kann um wieder ganz gesund zu werden. Ich weiß, dass ich meine wunderschöne Figur wieder bekommen kann und auch den Schrecken loswerden kann, der diese Krankheit mit bringt. Es wäre schön, wenn wir uns über ein Coaching unterhalten könnten. Schreib mir bitte. Vielen Dank für deine Geschichte und dass du sie mit uns teilst!!! Susanne

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