Die Diagnose PCOS macht vielen Frauen sehr viel Angst. Die Ärzte helfen nicht immer dabei diese Angst klein zu halten und schlagen meist die Anti-Babypille oder das Zuckermedikament Metformin als Behandlungsmethode vor.

Schwanger werden, sagen sie, könnte problematisch werden. Das ist aber kein Problem! „Ein bisschen abnehmen“, wenn übergewichtig oder eine andere hormonelle Therapie, wenn der Kinderwunsch besteht, werden das schon hinbekommen.
Medikamente PCOS

PCOS: Panik beim Kinderwunsch

Tun müsse man aber definitiv etwas, auch wenn der Kinderwunsch derzeit nicht besteht, denn „sonst geht da unten ja alles kaputt“.

Beruhigend sind solche Worte nicht gerade und haben auch mich vor einigen Jahren in Panik versetzt. Ich habe brav Metformin genommen und als das nicht richtig half, wieder die Pille.

Diese Behandlungsmethoden können effektiv sein. Keine Frage! Doch was ist mit den Frauen, die es nicht einfach so hinnehmen wollen, dass ihr Leben bzw. Ihre Hormone und das Natürlichste der Welt: „Das Kinderkriegen“ von Medikamenten abhängen soll?

„Ist das so von Mutter Natur gewollt? Das kann doch nicht sein! Wieso geht es bei so vielen Frauen so einfach und bei mir…?“

Das waren meine Gedanken. Ich wollte es nicht hinnehmen, dass ich von Medikamenten abhängig sein soll oder 6 Monate vorher beim Frauenarzt Bescheid sagen soll, wenn ich den Kinderwunsch verspüre, so dass wir mich auf ein Medikament setzen können, was das schon regelt.

Vom Arzt allein gelassen?

Die meisten Ärzte wissen es nicht besser. Sie handeln meist aus einer friedlichen Intention heraus, da sie wenig über „Lifestyle Management“ oder Ernährung im Medizinstudium lernen. Das PCOS natürlich in den Griff zu bekommen, wissen sie vielleicht gar nicht.

Hier ist jeder selbst gefragt. Wir müssen recherchieren und nicht alles, was der Arzt uns sagt für bahre Münze nehmen. Ärzte sind auch nur Menschen, die nicht alles wissen können. Und leider ist in der modernen Medizin nicht immer Platz für Naturheilkunde.

Vitamine bei PCOS

Ein normales Leben ist möglich und heute möchte ich Dir 6 „Medikamente“ von Mutter Natur vorstellen, die Dir auf natürliche Weise helfen können, PCOS zu milden oder gar umzukehren. Somit sind es also gar keine Medikamente. Es sind Kräuter, Vitamine und Mineralstoffe, die so unfassbar effektiv sein können. Es sei natürlich gesagt, dass diese Mittel kein Allheilmitteln sind und nicht auf Dauer eingenommen werden sollten. Sie helfen dem Körper aber wunderbar -im Einklang mit einer Veränderung im Lifestyle und der Ernährung– beim Heilen.

Sie können natürlich auch überdosiert werden oder Nebeneffekte bewirken, daher sind auch diese mit Vorsicht einzunehmen.

6 natürliche Mittel für PCOS

naturliche Mittel bei PCOS

 

1. VITEX aka Mönchspfeffer

Vitex war das erste „Medikament“, was ich nach Absetzen der Pille zu mir genommen habe. Damals habe ich noch gedacht, viel hilft viel, und bin mit einer hohen Dosis eingestiegen. Ich habe es auf Amazon gekauft, du bekommst es aber auch in der Apotheke.

Vitex agnus-castus* (zu Deutsch Mönchspfeffer) ist eine Pflanze, die zur Familie der Lippenblütler zählt. Es ist ein so starkes und kraftvolles Kraut, welches den weiblichen Zyklus und Fruchtbarkeit auf ganz natürliche Weise stabilisiert.

Es gibt viele Studien, die die Wirksamkeit Vitex’ bestätigen und auch ich habe sehr positive Erfahrungen mit Mönchspfeffer gemacht.

Vitex sollte nicht zusammen mit der Pille genommen werden, da beides auf die Hormone wirkt. Des Weiteren verträgt nicht jeder Vitex, aber generell ist gesagt, dass Frauen mit unregelmäßiger oder ausbleibender Menstruationsblutung sehr gut auf dieses natürliche Mittel reagieren.

Ich habe Mönchpfeffer gleich nach Absetzen der Pille genommene, würde aber raten mindestens 4 Wochen zu warten und zu schauen, wie der Körper auf das Absetzen reagiert, bevor man mit anderen Methoden anfängt. Der Körper benötigt immer etwas Einpendelzeit. Ich habe mit Vitex sofort und in normalen regelmäßigen Abständen meine Periode bekommen. Allerdings hatte ich zu Anfang verstärkte PMS Symptome, welche mit jeder Periode abgenommen haben. Daher habe ich die Dosis reduziert, denn schon eine kleine Menge ist sehr effektiv.

Allerdings sollte auch Vitex als Medikament behandelt werden und ist daher keine Dauerlösung.

2. MACA

Maca Pulver ist dafür bekannt, dass es die Ausdauer verbessert und Hormone ausbalanciert. Die Knolle gehört wie Brokkoli und Blumenkohl zu den Kreuzblütengewächsen (Hast Du schon meine Bloothie Bowl probiert?). Es ist eigentlich eine Knolle und wird in Peru wohl wie eine Kartoffel gegessen.

Maca Pulver gehört zu den sogenannten „Adaptogen“. Adoptogen ist eine Bezeichnung für Pflanzenstoffe, die dem Körper helfen sich erhöhten körperlichen und emotionalen Stressituationen anzupassen. Adaptogene sind der neuste Trend und wir werden in Zukunft noch viel von ihnen hören.

Auch wenn es wenig Berichte über die Wirksamkeit von Maca in PCOS gibt und es nicht so effektiv ist, wie Vitex, kann es dabei helfen besser mit Stress umzugehen und Erschöpfungzustände zu mildern. Stress ist eines der Hauptursachen für PCOS und Erschöpfung ein Symptom, was oft geschildert wird. Ein Teelöffel Maca* am Tag (z.B. im Porridge) gehört bei mir auf den Speiseplan.

3. Zimt

Wer liebt kein Zimt? Zimt gehört in Mengen über mein Porridge in mein Müsli oder gar über geröstete Süßkartoffeln. Und vor nicht allzu langer Zeit habe ich auch herausgefunden, dass Zimt gut für uns Frauen mit PCOS ist. In einer Studie von 2014 konnten Frauen, die regelmäßig Zimt-Präperate einnahmen eine Verbesserung ihrer Menstruationblutung beobachten. Verbesserung meint hier eine Verbesserung der Regelmäßigkeit der Periode.

Auch kann Zimt dabei helfen Insulinresistenz zu mildern, da es sich positiv auf das Hormon Insulin auswirkt und somit auf den Blutzuckerspiegel. Dieses Problem steht sehr häufig in Verbindung mit PCOS.

Das Verwenden von Zimt ist daher sehr ratsam und garantiert nicht schädlich. Allerdings sollte man hier auf Bioqualität zurückgreifen.

4. Inositol

Eine sehr gute und immer bekannter-werdend Methode für PCOS, ist die Einnahme von Inositol. Inositol ist eigentlich ein Zuckeralkohol, dass in Obst, Hülsenfrüchten und Nüssen vorkommen kann. Sehr hohe Konzentrationen finden sich in Orangen und der Cantaloupe Melone. Inositol kann aber auch von Körper selbst hergestellt werden.

Mineralien bei PCOS

Es gibt zwei Arten von Inositol: Myo-inositol and D-chiro-inositol. Am häufigsten wird man Myo-inositol finden. Studien bestätigen, dass sehr hohe Dosen von bis zu 2400mg am Tag eine (starke) Verbesserung der PCOS Symptome hervorbringt. Es kann Insulinresistenz und männliche Geschlechtshormone senken. Eingen hilft es auch beim Abnehmen.

Für alle, die schwanger werden möchten, ist Inositol ebenfalls sehr interessant, da es einen Eisprung unterstützen kann. Das erhöht dementsprechend die Fruchtbarkeit der Frau. Gern findet man Inositol zusammen mit Folsäure, z.B. in Inofolic*.

Eine Zusammenfassung der Studien über Inositol in Verbindung mit PCOS findest Du hier (Englisch).

5. Vitamin D

Vitamin D and PCOS
Um ehrlich zu sein, können viele Vitamine zu gering in unserem Körper sein und wesentlich dabei mitwirken, dass wir PCOS entwickeln. Vielleicht ist PCOS aber auch der Grund dafür, dass wir nicht ausreichend von manchen Vitamine in unserem Körper haben. Vitamine sind essentiell und spielen eine extreme Rolle in diversen körperlichen Prozessen. Vitamin D ist ein solches Vitamin.

Ein Vitamin D Mangel kommt sehr häufig vor. Gerade Menschen mit dunkler Haut sind betroffen an einem Vitamin D Mangel zu leiden. Wir verbringen zu wenig Zeit draußen, mit zu wenig Haut der Sonne ausgesetzt. Hier kann Sonnencreme ein Problem darstellen. Schutz ist wichtig, aber 10-20 Minuten am Tag ohne Sonnencreme wäre optimal. Dazu muss man nicht unbedingt in die Mittagshitze gehen, sondern sollte die Morgenstunden nutzen. Auf den individuellen Hauttyp und die Toleranz für Sonne sollte man aber immer bedanken.

In etwa 70 bis 85% der Frauen mit PCOS haben einen Vitamin D Mangel. Eine kleine Studie mit 13 Frauen (9 davon mit ausbleibender oder unregelmäßiger Periode) zeigte, dass sieben von ihnen ihre Menstruation innerhalb von zwei Monaten regulieren konnten, wenn sie eine hohe Dosis Vitamin D mit Calcium zu sich nahmen. Fünf der Frauen zeigten einen Vitamin D Mangel.

 

5. Fertilovit F PCOS

Dieses Präparat wurde speziell für Frauen mit PCOS kreiert und kombiniert die besten Vitamine und Mineralien, die wissenschaftlich zu einer Besserung von PCOS beitragen können. Hier findest Du unter anderen wichtigen Vitamine wie Chromium (hilft dabei Heißhunger zu mildern) oder Omega 3, auch Inositol, Folsäure und Vitamin D in entsprechend hohen Dosen.

Ich habe im Juni zwei Packungen des Produkts zum Testen zugeschickt bekommen. Leider reichen zwei Monate nicht aus, um eine fundierte Aussage treffen zu können. Die Zusammensetzung überzeugt aber auf jeden Fall. Ich habe festgestellt, dass mit der Einnahme des Präparats mein Heißhunger zurückging. Am Anfang verspürte ich auch ein wenig Übelkeit, was sich schlimmer anhört, als es grundsätzlich war und wieder abebbte.

Den Preis von Fertolovit F PCOS* finde ich allerdings recht heftig. Aus diesem Grund und dem Fakt, dass ich mein PCOS relativ gut im Griff habe, entschied ich mich gegen das Fortführen der Einnahme. Ich denke allerdings, dass einige Frauen von diesen Präparat profitieren könnten. Die Zusammensetzung überzeugt!

 

Keine Lösung des Problems über Nacht

Wer es mit diesen natürlichen Präparaten versucht, darf keine Zauberlösung erwarten. Sie helfen dem Körper dabei wieder in Einklang zu kommen und das kann einige Wochen, ja sogar Monate dauern. Der Körper ist ein Wunderwerk und er arbeitet sehr hart, dass alles reibungslos funktioniert. Eine Krankheit passiert auch nicht von heut auf morgen, sondern entwickelt sich über den Verlauf vom mehreren Monaten oder sogar Jahren. Da können wir nicht erwarten, dass (wie eventuell bei der Einnahme eines synthetischen Medikaments) sofort eine Verbesserung sichtbar wird. Wir wollen nicht nur die Symptome unterdrücken (was synthetische Medikamente meist tun), sondern eine tatsächliche Heilung hervorrufen und so etwas braucht Zeit.

Je länger eine Krankheit präsent war und unterdrückt wurde, desto länger wird vermutlich die Heilung in Anspruch nehmen. Übe Dich in Geduld und vertraue darauf, dass Du Deinem wundervollen Tempel namens Körper sanft unterstützt zu heilen.

Hast Du schon Erfahrungen mit dem ein oder anderen Präparat gemacht? Was hast Du noch versucht, um Dein PCOS in den Griff zu bekommen? Schreibe es mir gern in die Kommentare und helfe somit anderen Frauen.

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