Warum jede Frau Magnesium nehme sollteMagnesium ist eines meiner liebsten Nahrungsergänzungsmittel (NEM). Ich nehme Magnesium jeden Tag zu mir. Aber auch vielen Frauen in meinem Coaching empfehle ich die Einnahme von Magnesium (Mg). Es kann bei sämtlichen hormonellen Dysbalancen von Vorteil sein – z.B. bei PCOS, PMS oder Migräne. Ich liebe dieses NEM einfach. Auch weil man eine Wirkung oft schon schnell bemerkt. Warum wir fast alle einen Magnesiummangel haben, wobei uns Magnesium helfen kann und welches Mg das Beste ist, möchte ich heute klären.

 

Warum haben so viele einen Magnesiummangel?

Magnesium ist das Mineral schlechthin. Bei Stress wird es aus den Zellen „herausgeholt“. Es hilft nämlich dabei das Nervensystem am Laufen zu halten und hilft uns auch dabei all unsere täglichen Aufgaben zu erledigen. In unserer heutigen und geschäftigen Zeit mit Termindruck, Sport, emotionaler und mentaler Angespanntheit, das ständige Berieseln mit visuellen Reizen (Computer, Smartphone, Fernseher, Magazinen) und dem Mangeln an Entspannung, geht unser Körper durch unsere Magnesiumspeicher, wie eine Walze.

Aber nicht nur, dass unser Nervensystem bei diesem ganzen Stress mehr Magnesium benötigt, es wird tatsächlich auch vermehrt aus unserem Körper ausgeschieden (Urin, Schweiß). Grund dafür ist die vermehrte Ausschüttung von Magnesium aus der Zelle in den extrazellulären Raum und somit dann auch ins Blut. Auf Dauer (und das, wenn wir ehrlich sind, ist in unserer Zeit eher die Norm) kann unser Körper diese Magnesiumspeicher mit der Nahrung nicht wieder auffüllen. Wir sind ja tagtäglich diesem Stress ausgesetzt. Folgeerscheinungen sind nicht selten. Ein Magnesiummangel kann eine große Rolle in diversen körperlichen Problemen spielen. Doch das Gute ist, dass die Zufuhr von Magnesium uns bei einigen Dingen auch stark helfen kann.

Es kann den Blutzuckerspiegel senken

Frauen mit PCOS profitieren besonders von diesem Mineral. Magnesium ist in der Lage die Sensibilität der Zellen auf Insulin zu erhöhen. Daher kann es helfen den Blutzucker zu regulieren und das Verlangen nach Zucker zu minimieren. Oft wird bei Menschen mit Diabetes sogar ein Mangel an Magnesium festgestellt. Das erwähne ich, weil häufig ein Problem mit der Regulierung von Insulin und Blutzucker bei Frauen mit PCOS festgestellt wird (z.B. Insulinresistenz). Hier kann Magnesium sehr gut helfen.

Aber auch Frauen, welche an Symptomen eines zu geringen Blutzuckers leiden, können von Magnesium profitieren. Ich habe eine Coaching Klientin, die den positiven Effekt von Mg sehr stark spüren kann.

 

Stressresistenz

Stress spielt bei so gut wie allen hormonellen Störungen eine große Rolle und ist eine der Hauptursachen von Dysbalancen im Körper. Magnesium ist ein beruhigendes Mineral und hilft dabei das Stresshormon Cortisol in Balance zu halten. Das System der Stresshormone hat Einfluss auf viele andere Systeme in unserem Körper (unter anderem auch auf die Schilddrüse und die Reproduktionsorgane). Funktioniert dieses System gut, dann wirkt sich das auch positiv auf alle anderen Systeme im Körper aus. Nun wird Mg in über 320 enzymatischen Prozessen in unserem Körper benötigt. Viele dieser Enzyme, welche Mg involvieren, spielen eine signifikante Rolle in unserem Nervensystem. Das spiegelt die Wichtigkeit Magnesiums bei Stress wieder.  Ich empfehle daher in sehr anstrengenden Zeiten (z.B. bei Termindruck oder intensivem Training) die Dosis etwas zu erhöhen, um der hohen Magnesiumausschüttung (und einem Mangel) in dieser Zeit entgegenzuwirken

 

Gegen Verstopfung

Unsere Verdauung ist ein wichtiges Werkzeug unseres Körpers schädliche Stoffe, überflüssige Hormone und Abbauprodukte des Körpers auszuscheiden. Nicht selten treffe ich Frauen mit hormonellen Störungen, die auch an einer schlechten Verdauung leiden und Verstopfungen haben. Der tägliche Stuhlgang ist unerlässlich. Ich weiß, oft hört man, dass bis zu drei Tage ohne Stuhlgang vollkommen okay sei. Ich finde es jedoch fragwürdig. Wir essen jeden Tag! Und für drei Tage (oder länger) verbleibt der Stuhl in unserem Darm und „gärt“ dort vor sich hin und das soll okay sein?

Nein, ist es nicht!

Jeder sollte mindestens ein Mal am Tag auf die Toilette gehen. Das entlastet die körpereigene Entgiftung und unterstützt somit auch das Hormonsystem. Magnesium kann hier den positiven Effekt haben, dass wir besser auf die Toilette gehen können. Besonders Magnesiumzitrat (Magnesium-Citrat) wird hier gern eingesetzt. Jedoch muss man auch aufpassen, dass man nicht zu viel davon nimmt, denn es kann auch ganz schnell ins Gegenteil umschlagen – Durchfall. Das wäre ein unerwünschter Nebeneffekt. Bemerkt man dies, dann sollte man die Dosis reduzieren oder gar zu einer anderen Magnesiumverbindung zurückgreifen. Mehr dazu später.

Magnesium hilft bei PCOS, PMS, Schlaf, Stress

Schlaffördernd

Magnesium hilft ganz wunderbar bei Schlafproblemen. Ich habe eine Klientin, die unter Schlafstörungen litt und Mg hat ihr wirklich wunderbar dabei geholfen.  Sie schläft seitdem sehr viel besser. Ein guter und ausreichender Schlaf ist enorm wichtig für unsere Hormone und unsere Gesundheit allgemein. Während wir schlafen werden Hormone hergestellt und auch Zellschäden werden repariert. Wer zu wenig schläft oder einen sehr schlechten Schlaf hat, der ist schlechter drauf, der Körper kann sich nicht gut erholen und Stresshormone können sich nicht einpendeln (sind eher erhöht). Ein Magnesiummangel macht den Körper anfällig dafür, dass das Nervensystem sich nicht beruhigen kann und das wiederum erschwert das Ein- und Durchschlafen.

 

Schilddrüse

Magnesium kann auch bei Schilddrüsenproblem vorteilhaft sein. Mg wird benötigt, um Schildrüsenhormone herzustellen – insbesondere hilft es dabei T4 in die aktive und wichtige Form T3 umzuwandeln. Nicht oft findet man den Ratschlag bei Schildrüsenproblemen Mg zu nehmen. Andere Mineralien werden hier eher genannt. Doch Mg kann helfen!

Neben den oben genannten Problemen, kann Mg auch noch bei PMS, Migräne und wenig Energie helfen.

 

Welches Magnesium-Präparat ist das beste? Und wie viel sollte ich am Tag nehmen?

 

Hier gehen die Meinungen auseinander. Oft wird Magnesium-Citrat als die beste Magnesiumverbindung angesehen. Ja, sie ist gut und wird vom Körper auch gut aufgenommen, doch kann es leicht zu Durchfall bei dieser Verbindung kommen. Auch muss man dazu sagen, dass bei einer reinen Magnesium-Citrat-Verbindung nur zirka 8% reines Magnesium enthalten ist. Das bedeutet, dass 100mg Magnesium-Citrat nur 8mg elementares Magnesium enthalten.

Die tägliche maximal erlaubte Zufuhr an Magnesium liegt derzeit bei 320mg und diese empfehle ich auch auf jeden Fall. In einigen Fällen kann sogar eine höhere Dosis ratsam sein und manche Heilpraktiker empfehlen sogar bis zu 700mg. In sehr anstrengenden Zeiten kann es sogar äußerst empfehlenswert sein, die tägliche Dosis zu erhöhen.

 

Tri-Magnesium-Citrat

Jedoch wäre diese Menge mit einer reinen Magnesium-Citrat-Verbindung schwer zu erreichen. Besser wäre hier ein Tri-Magnesium-Citrat, welches zirka 16% elementares Magnesium enthält. Ich teste zur Zeit dieses Mittel von Amazon*, wo man bei einer Tagesdosis von 4 Kapseln (2000mg Tri-Magnesium-Citrat) auf 320mg elementares Magnesium kommt. ABER, das kann nicht jeder Magen ab und diese Dosis kann schnell zu Durchfall führen.

 

Magnesium-Glycinat

Eine noch bessere Verbindung wäre Magnesium-Glycinat oder Magnesium-Bisglycinat. Von allen Magnesiumverbindungen ist diese Verdingung am wenigsten abführend – verursacht also kein bis kaum Durchfall und soll sogar am besten vom Körper aufgenommen werden. Es (Biglycinat) hat eine Verfügbarkeit von zirka 20%. Gleichzeitig kann Glycin in dieser Verdingung einen zusätzlich beruhigenden Effekt auf den Körper haben. Ich finde dieses Magnesiumprodukt hier* sehr gut.

Ich mische diese Präparate auch gern oder verwende ein Mischprodukt (verschiedene Magnesiumverbindungen in einer Kapsel). Als Mischprodukt kann ich Primal Mag* empfehlen, jedoch wäre dies auf Dauer etwas teuer, möchte man auf eine Tagesdosis von 320mg reines Magnesium kommen.

Gern empfehle ich auch dieses Produkt von Pharma Nord*. Es enthält zwar keine der Magnesiumverbindungen, welche ich hier vorgestellt habe, aber es eignet sich sehr gut für Leute mit geringer Magensäure. Ich vertrage es sehr gut und merke einen kleinen, aber doch positiven Effekt zu anderen Magnesiumpräparaten. Ich verwende aber zusätzlich noch Tri-Magnesium-Citrat und empfinde diese Mischung für mich persönlich als sehr gut.

Eine sehr entspannende Methode, die zusätzlich noch die Magnesiumspeicher auffüllen kann ist ein heißes Bad mit Epsom Salz* – oder das Baden im Meer. Vielleicht hast Du auch schon mal bemerkt, wie tiefenentspannt man nach einem Bad im Salzwasser ist?

Was sind Deine Erfahrungen mit Magnesium? Nimmst Du es täglich oder denkst Du, dass Du es Du genug von diesem Mineral bekommst?

Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

Julia

 

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