Dieser Artikel über Histaminintoleranz basiert auf meiner eigenen Erfahrung. Ich bin kein Arzt und kann daher keine Gesundheitsempfehlungen aussprechen. Bitte spreche immer mit einem Arzt, falls Du etwas neues ausprobierst. Dieser Artikel entählt unbezahlte Werbung und Affiliate-Links (*) zu Produkten, die ich persönlich verwende.

Histaminintoleranz

Vor zwei Jahren kam ich auf die glorreiche Idee meinen Darm auf Vordermann zu bringen. Ich empfand, dass dieser eine große Rolle mit meiner unreinen Haut und meinen Hormonen (ich hatte PCOS) spielen musste. Also tat ich einiges, was in Büchern empfohlen wurde. Ich aß sehr gesund, ganz wenige Kohlenhydrate, kochte meine eigene Rinderbrühe, nahm Probiotika usw.

 

Doch dann ging es mir plötzlich gar nicht mehr so gut

 

Nach einigen Tagen fühlte ich mich, als würde eine Erkältung kommen. Ständig war meine Nase verstopft und im Rachen spürte ich es auch. Die richtige Erkältung kam aber nie. Dazu kam, dass ich extrem müde war. Es verging auf einmal kein Tag, an welchem ich mich nachmittags nicht hinlegen musste. Und trotzdem war ich noch müde. Meine Haut im Gesicht brannte, war gerötet und ich hatte viel mehr Pickel als vorher. Mir ging es miserabel und auch mein Freund machte sich Sorgen. Letztendlich fragte er mich, ob ich den letzten zwei Wochen irgendwas anders gemacht habe, als sonst. Ja klar, Projekt: Darm!

 

Genau da lag mein Problem

 

Ich aß in diesen zwei Wochen eine Menge an histaminhaltigen Lebensmittel, die ich sonst nie in diesem Umfang aß –Brühe ganz hoch im Kurs. Hinzu kam Spinat, dunkle Schokolade oder Kakaopulver, Tomaten, Eier, Fleisch und Nüsse –eine typische Paleo-Ernährung.

Als ich dieses Ernährungskonzept erstmal fallen ließ, ging es mir jeden Tag wieder ein Stück besser. Bis ich schließlich meinen Ausgangspunkt erreicht hatte.

 

Keiner wollte mir so richtig glauben

 

Das Thema „Histamin“ ist extrem schwer zu greifen. Es kann schwer nachgewiesen werden und auch ich habe es nur mit Ernährungstagebuch feststellen können. Bluttests oder Stuhlproben können Aufschlüsse bringen, aber sind nicht immer aussagekräftig.  Doch was ist eine Histaminunverträglichkeit überhaupt?

 

Was ist eine Histaminintoleranz?

 

Bei einer Histaminose befindet sich zu viel Histamin im Körper. Histamin ist ein biogenes Amin und muss auch im Körper vorkommen, da es wichtige Aufgaben übernimmt. So ist Histamin vielen Allergiekern bekannt, da es bei einer allergischen Reaktion vermehrt ausgeschüttet wird und die eigentlichen Symptome (z.B. Juckreiz) fördert. Der Körper stellt es somit her. Aber auch durch Lebensmittel kann Histamin in unseren Körper gelangen. Normalerweise wird Histamin in unserem Darm von dem Enzym Diaminoxidase (DAO) abgebaut und sollte keine Probleme darstellen. Bei manchen ist dieses Enzym aber schon defekt und es kann zu einem Überschuss an Histamin kommen.

Es gibt aber noch weitere Ursachen. Diese hier aber genau zu erläutern würde den Rahmen sprengen. Eine sehr gute und ausführliche Quelle, die mir half meine Histaminintoleranz zu verstehen, findest Du auf der Seite der Schweizerischen Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz.  

 

Was sind die Symptome einer Histaminintoleranz?

 

Die Symptome eine Histaminunverträglich könnten vielseitiger nicht sein. Oft treten sie sofort nach dem Verzehr von histaminhaltigen Lebensmitteln ein (akute Form). Es kann aber auch sein, dass sich das Histamin über Tage ansammelt und erst dann das Fass zum überlaufen kommt oder sogar unterschwellig immer etwas Histamin erhöht ist (chronisch). Typische Symptome sind:

 

  • Laufende Nase, angeschwollene Nasenschleimhaut, Niesen, Atembeschwerden
  • Verdauungsprobleme: Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen
  • Rötungen, Juckreiz, Hautauschlag
  • Herzklopfen, Herzstolpern, Abfall des Blutdrucks
  • Kopfschmerzen, Migräne und Übelkeit
  • Menstruationsbeschwerden
  • Wasseransammlungen

 

Aber auch die Talgdrüsen können angeregt werden. So kam es bei mir zu einer vermehrten Pickelbildung und auch meine Haare waren in Nullkommanichts nachgefettet.

 

Was kann man gegen eine Histaminunvertäglichkeit tun?

-Histaminarme Ernährung-

In Australien war für mich die beste Alternative auf histaminhaltige Lebensmittel zu verzichten. Das wird auch oft empfohlen. Ich machte mir also keine Suppen mehr, die zu lange köcheln mussten, aß kein Fleisch und kein Fisch, Spinat oder Tomaten, weniger Nüsse, keine Schokolade. Das ging einigermaßen gut. Doch mit meinem Umzug nach Norwegen Anfang diesen Jahres kam das ins Wanken.

Ich hatte meine Histaminintoleranz schon fast vergessen, bis sie mich auf einem Schlag wieder erwischte. Ich aß wieder mehr Fleisch und Curry (mit passierten Tomaten). Dazu kam, dass ich wieder anfing zu trainieren. Doch auch bei Stress (und Sport) wird Histamin ausgeschüttet und nach einer stressigen HIIT Einheit, war ich am nächsten Tag platt. Mein Gesicht war rot, die Pickel kamen, meine Haare waren fettig, obwohl sie gewaschen waren, ich wollte nur noch schlafen, ich dachte ich werde krank…Nach ein paar Tagen mit Kartoffeln und Brokkoli war alles wieder gut.

So eine Ernährung ist allerdings nervenzehrend und stellte auch meine Beziehung auf eine Bewährungsprobe, weil ich eine regelrechte Angst vor dem Essen diverser Lebensmittel entwickelt hatte.  Kurz vor meiner Periode war es immer am schlimmsten, da Histamin und der Anstieg von Östrogen stark im Zusammenhang steht.

 

Mir kam das Leben mit einer histaminarmen Ernährung und ohne Training grausam vor. Man kann praktisch nichts mehr essen

 

Essen wurde zur Qual und wurde Streitpunkt in der Beziehung. Natürlich haben mich manche Menschen auch als Übertreiberin dargestellt. Aber sich ständig krank und müde zu fühlen, ist kein Spaß. Das Brennen der Haut übrigens auch nicht! Schön habe ich mich mit fettigen Haaren und roten endzündeten Unreinheiten auf den Wangen auch nicht gefühlt.

 

Mein Segen kam mit der Haarmineralanalyse

 

Anfang März habe ich dann eine Haarmineralanalyse mit Verisana gemacht. Diese deckte auf, dass ich einen Überschuss an Kupfer habe (im Verhältnis zu Zink). Ein super hilfreiches Telefonat mit einer Heilpraktikerin bei Verisana hat mich dann auf folgende Produkte gebracht: Magnesium, ZMC, Para-Pack und Adrenal Complex (welche Du alle bei Verisanan im Shop findest). Schon allein das Magnesium in höheren Dosen hat meiner Haut extrem geholfen (zu viel davon kann Durchfall auslösen!). Ich hatte viel weniger Pickel.

Nach einem Monat mit all diesen Produkten hatte ich gar keine Probleme mit Histamin mehr und auch meine Periode pendelte sich von 35 auf 28 Tage ein.

 

Vitamine und Mineralien bei einer Histaminunverträglichkeit

Histaminunverträglichkeit

Den Erfolg an sich schreibe ich allerdings nicht diesen Produkten zu, sondern ganz bestimmten Bestandteilen in diesen. Mit Hilfe dieses Artikels wusste ich, dass besonders

  • Magnesium (ich mag dieses Produkt*)
  • Vitamin B6 (ich verwende dieses hier*)
  • Zink und
  • Vitamin C

sehr hilfreich bei einer Histaminintoleranz sein können. Heute nehme ich nur noch Magnesium, Vitamin C und Vitamin B6, welche mir bis heute super helfen. Ich habe wirklich keine Histaminprobleme mehr, ich kann wieder mehr trainieren und kann, was mir sehr wichtig ist, ganz normal essen.

Auf lange Sicht möchte ich allerdings nicht mehr so viele Nahrungsergänzungmittel nehmen, da ich auch diese als Problem sehe. Vielmehr möchte ich bald auf Vitamin C aus Acerola-Pulver zurückgreifen (momentan verwende ich noch pures Vitamin C) und mit Reishi-Pulver (ich nehme dieses hier*) meine Histaminintoleranz unterstützen. Ich habe immer noch die große Hoffnung, dass meine Histaminose einfach nur durch ein Ungleichgewicht in meinem Körper entstanden ist. Ich hoffe, dass mein Körper mit Hilfe der Mineralien in Balance kommen konnte.

Ein ausgibiege Tabelle mit histaminhaltigen Lebensmitteln erhälst Du hier. Hast Du vielleicht noch weitere Tipps, die Dir geholfen haben? Und was sind Deine Erfahrungen zur Histaminintoleranz?

Eine Histaminose kann auch im Zusammenhang mit der Stiffwechselstörung HPU stehen, da bei dieser vermehrt Vitamin B6 und Zink aus dem Körper ausgeschieden werden und es so zu Mangelerscheinungen kommen kann. Mehr Infos zu HPU (erbliche Stoffwechselstörung; die aktive Form von Vitamin B6 muss eingenommen werden) und KPU (Stoffwechselstörung, welche sich wieder geben kann; Einnahme von normalen Vitamin B6 reicht aus) erhälst Du bei der KEAC

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