Was ich jeden Tag gegen PCOS tu
Als ich vor zirka 8 Jahren mit PCOS diagnostiziert wurde, war mir nicht sofort klar, welche Auswirkungen tägliche Dinge auf diese Krankheit haben können. Heute weiß ich, dass ich schon mit kleinen Dingen meinen Hormonen etwas Gutes tun kann -jeden Tag.

PCOS ist eine Hormonstörung, die sehr viele Frauen im gebärfähig Alter betrifft. Zysten, eine ausbleibende oder unregelmäßige Periode, Gewichtszunahme und Akne sind nur einige Symptome, die diese Krankheit begleiten.

Auch wenn meist die Pille verschrieben wird, wollte ich meine Hormone auf natürliche Weise unterstützen und PCOS in den Griff bekommen. Zuerst konzentrierte ich mich hauptsächlich auf meine Ernährung, doch schon bald schaute ich auch vermehrt darauf, wie ich spezielle Organe (z.B. die Leber) unterstützen kann. Ich fing an spezielle Nahrungsergänzungsmittel/Heilpflanzen auszuprobieren, meine Ernährung noch mehr auf meine Hormone abzustimmen (einfach nur „clean eating“ hat nicht ganz ausgereicht!) und seit dem Absetzen der Pille musste ich auch meine Sportroutine an meine Person anpassen. Mein Wissen teile ich nun mit anderen Frauen in individuellen Coachings, denn nicht jedes PCOS ist gleich.

 

 

Heute zeige ich Dir ein paar der täglichen Gewohnheiten, die ich jeden Tag für meine Hormone umsetze:

 

1. Ich unterstütze meine Verdauung schon am Morgen

Damit Hormone einwandfrei ihre Arbeit machen können (die Kommunikation im Körper aufrecht erhalten) muss die Verdauung und besonders die Leber einwandfrei funktionieren. Durch diese werden sämtliche Giftstoffe und überflüssige Hormone aus dem System ausgeschieden, die sonst alle möglichen Kanäle im Körper blockieren würden. Ein Glas warmes Wasser hilft mir schon vor dem Frühstück auf Toilette zu gehen. Mittlerweile funktioniert mein Stuhlgang #realtalk auch wunderbar ohne dieses Glas. Am Anfang hat es mein Leben jedoch extrem vereinfacht. Die Verdauungsorgane laufen in der Nacht auf Hochtouren, diese Giftstoffe müssen raus -gleich am Morgen!

Etwas Zitrone oder Apfelessig im Wasser ist ein großes Plus -bei Histaminintoleranz allerdings kontraproduktiv.

Tee am Morgen

2. Bitterstoffe und mein Frühstück

Ich denke nicht, dass Frühstück unbedingt die wichtigste Mahlzeit am Tag ist. Aber es setzt den Ton für die folgenden Stunden und kann bereits genutzt werden, den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu füttern und die Verdauung anzuregen. Kaffee trinke ich zum Glück nicht (und zu viel kann die Hormone auf jeden Fall durcheinanderbringen), doch vor meinem Frühstück trinke ich bereits eine Tasse Löwenzahnwurzeltee. Die Bitterstoffe regen die Verdauung an und helfen der Leber beim Entgiften.

Ansonsten bin ich momentan wieder ganz auf den Porridge-Zug aufgestiegen. Wer keine Insulinresistenz hat und erhöhte Androgene (andere als Testosteron), fährt mit Porridge relativ gut. Alle Damen, die wegen einer Insulinresistenz etwas auf ihren Kohlenhydratkonsum achten müssen, fahren mit Kokosnussjoghurt und etwas Granola ganz gut, oder einem leckeren Smoothie.

Goldenes Porridge mit Kurkuma

 3. Meditation

Stress steht sehr eng in Verbindung mit PCOS. Dauerstress bringt die Hormone durcheinander. Meine Hormone reagieren sehr extrem auf Stress, da mein PCOS von den Nebennieren (unsere „Stressdrüse“) herrührt. Tägliche Mediation ist für mich unentbehrlich geworden. Noch bevor ich meinen Tag überhaupt richtig starte, geschweige denn mein Smartphone einschalte, setze ich mich für 10 bis 20 Minuten auf mein Mediationskissen, schließe meine Augen und fokussiere mich auf meinen Atmen. Diese Praxis hat mir eine gewisse innere Ruhe gebracht, die mich durch den ganzen Tag begleitet. Vergesse ich das Meditieren, bin ich nicht mehr ganz so gelassen während des gesamten Tages. Daher ist es die Gewohnheit, die ich auf gar keinen Fall in meinem Alltag missen möchte.

Meditation

4. Sport

Ich war früher ein kleiner Bewegungsmuffel. Da ich eher zu Untergewicht neigte, gab es für mich auch nie großen Anlass. Nun bewege ich mich täglich, musste jedoch meine Mitte finde. Man kann tatsächlich auch zu viel trainieren. Gerade Frauen, deren Körper sehr stark auf Stress reagiert (Ja, auch Training kann Stress bedeuten!) müssen hier Acht geben. Ich habe gelernt auf meine Körper zu hören und nicht immer nur nach Plan zu trainieren. Pläne missachten nämlich oft unser jetziges Wohlbefinden und unsere Hormone. Wichtig ist, dass ich beim Sport Spaß habe.

Wenn ich viel Energie habe, dann gibt es ein HIIT Workout, Gewichtstraining, eine kraftvolle und fließende Yogaklasse oder gehe für einen Lauf raus.

An Tagen, an denen ich mit meiner Energie haushalten muss, mache ich Yin Yoga oder gehe für einen Walk raus. Bewegung hilft uns beim Entgiften, regt die Durchblutung an und agiert als Stresspuffer.

PCOS Gewohnheiten

5. Entdecke Deine Weiblichkeit

Erst im letzten Jahr ist mir bewusst geworden, wie wenig ich mit mir und meiner Weiblichkeit in Kontakt war. Ich habe in meiner Familie Powerfrauen -sehr starke Rollenvorbilder. Immer habe ich unterbewusst versucht genau diesem Bild gerecht zu werden, fühlte aber schon lange, dass damit etwas für mich persönlich nicht stimmt. Ich war ständig angespannt und nahm mir kaum Zeit für „schöne“ Dinge, die ich unbedingt machen wollte. Ständig war ich auf das Endergebnis fokussiert, habe durchgepowert, mich immer gefordert, konnte nicht loslassen -ich war ständig in meiner maskulinen Qualität.

Ich kann nicht beschreiben, wie kreative und fließende Dinge (die oft mit Weiblichkeit verbunden werden) mir geholfen haben, mein gesamtes Wohlbefinden zu verbessern und somit auch Einfluss auf meine Hormone haben. (Tipp: PCOS bedeutet, dass männlichen Hormone erhöht sind und unsere Fruchtbarkeit eingeschränkt ist. Wie viele weibliche Qualitäten lebst du täglich aus? Wie stark, starr und verbissen (alles männliche Qualitäten) bist Du im Alltag?)

  • Yin Yoga
  • Contamporary Dance
  • ein heißes Bad
  • Kochen
  • mich in Geduld üben 
  • versuchen auch mal den Mann in meiner Beziehung das Ruder zu übergeben (nicht immer alles kontrollieren zu wollen)

Das sind fümich tägliche Praktiken, die mich in meiner Weiblichkeit bestärken. Mehr über dieses Thema erfährst Du bei Kristin Woltmann auf ihrem Podcast Celebrating Yin.

Hast Du Tipps, die Dir dabei helfen Deine Hormone im Gleichgewicht zu halten? Kannst Du Dir vorstellen ein paar dieser Gewohnheiten für Dich zu übernehmen?

1 comment on “PCOS: Was ich jeden Tag tu, um meine Hormone glücklich zu machen”

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