Social Media DepressionIch gebe es zu, dass Social Media eine große Hass-Liebe für mich darstellt. Ich bin unglaublich dankbar, dass es diese vielfältigen Plattformen gibt. Dank ihnen kann ich mit meinen Freunden auf der ganzen Welt in Verbindung bleiben und hätte vermutlich ohne Facebook nicht meinen jetzigen Parter kennengelernt.

 

Social Media ist ein Segen

Keine Frage! So vieles wäre nicht möglich, würde es Social Media nicht geben. Kaum auszudenken, wenn wir wochenlang auf eine Antwort per Brief warten müssten. (Obwohl Entschleunigung auch ganz gut tut)

 

Doch Medien sind oft auch ein Problem

Ich habe schon vor Jahren festgestellt, wie mich das Lesen von Frauenmagazinen runtergezogen hat. Daher habe ich mich damals bewusst gegen diese entschieden und fühlte mich auf einmal besser. Mit mir selbst. Vor 4 Jahren habe ich mich dann auch bewusst gegen einen Fernseher entschieden. So viel Nonsens brauche ich nicht in meinem Leben. Auch dann stellte ich eine Verbesserung in meinem Selbstwertgefühl fest.

Doch heute sind die neuen Medien viel präsenter und haben für mich die „alten Medien“ abgelöst. Und wieder stelle ich fest, dass Medien einfach problematisch sein können, wenn wir nicht bewusst mit ihnen umgehen.

Denn es kann depressiv machen. Hast Du davon gehört?

 

Eine Studie zeigt, dass Social Media depressiv machen kann. Genau gesagt, je mehr Zeit junge Erwachsene auf Facebook (dem Sozialen Medium der Studie) verbringen, desto stetiger steigen die Anzeichen einer Depression. Das ist auf das Phänomen des „Vergleichens“ zurückzuführen.

Perfekte Bilder auf Instagram senken das Selbstwertgefühl und rufen Neid hervor. Automatisch vergleichen wir uns mit dem Abbild, welches unsere Freunde und fremde Influencer auf den Sozialen Medien präsentieren. Rational sind wir dabei selten. Es passiert meist ganz unbewusst -selbst mir. Gefühle, wie Neid oder das Senken des eigenen Selbstwertgefühls kommen sogar ziemlich häufig vor. Wir fühlen uns schlecht mit dem eigenen Leben…wenn wir es mit dem anscheinend „perfekten“ Leben der anderen vergleichen.

Instagram depression

Was kannst Du dagegen tun?

Soziale Medien sind, was sie sind. Wir können das kaum ändern. Was wir aber ändern können, ist unsere eigene Einstellung zu sowie der Umgang mit ihnen, der daraus resultiert. Agieren wir bewusster mit Social Media (und unserer Umwelt allgemein), gehen wir den ersten Schritt in ein erfüllteres Leben. Ich finde die Bewegung für „mehr Realität auf Social Media“ auch nicht schlecht. Auch hier gilt:

Wollen wir etwas verändert, dann müssen wir mit uns selbst anfangen.

Am besten fängt es damit an, den Mut zu haben, sein wahres Ich zu zeigen. Ohne Retusche, ohne Fake. Einfach „Selbst“ sein. Hier sind 5 weitere Dinge, die Du tun kannst, um Dich nicht von Social Media runterziehen zu lassen:

 

1. Nicht alles ist Gold, was glänzt

Soziale Medien zeigen die Glanzzeiten einer Person. Selten sieht man das Rundumpaket und vergisst dabei, dass bei allem Glanz und Glitzer auch Schattenseiten existieren.

Menschen, die auf Social Media aktiv sind, stecken meist sehr viel Zeit und Aufwand in einen Post. Kaum ein Bild ist ein wahrer Schnappschuss. Sie setzen sich in Szene, wie ein Model beim Shooting. Bilder werden im Nachhinein mit Filter überzogen und auf Hochglanz poliert.

Gestellte Fotos auf Instagram Ich war schockiert, als ich auf Blogger-Workshops sehen musste, wie exzessiv junge Frauen ihre Bilder mit „Fotoshop-Apps“ aufbereiten. Dabei werden nicht nur die Lichterverhältnisse verbessert, sondern da wird extrem rangezoomt und die Zähne geweißt, der Pickel ausradiert und Dellen geglättet. Schade eigentlich, dass man seine wahre Schönheit nicht zeigen mag. 

Doch auch das Setting ist meist Fake und gibt uns das Gefühl, die Person reise ständig an magische Orte oder ist ständig glücklich. Wir müssen ehrlich mit uns sein. Die Menschen, die wir dort sehen, sind auch nur Menschen. Mit all den negativen Gefühlen und Erfahrungen, die auch wir machen. Selbst in ihrer Beziehung gibt es mal Streit. Auch sie zweifeln an sich selbst. Und auch sie haben manchmal das Gefühl, sich durchs Leben kämpfen zu müssen.

Vielleicht sollten wir anfangen auch die Fotos von Influencern genauso so zu sehen, wie die Fotos auf Hochglanzmagazinen und retuschierten Werbepostern. Sie sind oft gestellt!

Du siehst auch nicht meine Unsicherheit oder die Streits, den ich mit meinem Freund hatte. Ich retuschiere meine Bilder nicht, aber spiele gern mit den Lichtverhältnisse in einem Bild, um Farben schöner wirken zu lassen. (In der Vergangenheit habe ich auch meine Bilder mit Filtern überlagert!!!) Ich gebe Dir volle Erlaubnis, meine Social Media Aktivitäten zu hinterfragen. Ich versuche realer zu sein, aber manche Seiten zeige auch ich nicht gern. 

 

2. Sei präsent

Jeder Zeit. Auch beim Scrollen durch Instagram und Facebook. Achte darauf, was diese Bilder und Videos mit Dir machen. Wie fühlst Du Dich? Gebe Dich nicht einfach gedankenverloren den Sozialen Medien hin und lasse diese Gefühle unbewusst über Dich laufen. Mache die Verbindung zwischen Deinen negativen Gefühlen in Bezug auf Dich selbst und mit dem, was Du da gerade gesehen hast. Und dann mache Dir bewusst, dass jeder in seinem Leben an einem anderen Punkt steht. Und der Punkt an dem Du gerade bist, ist genau dort, wo Du gerade sein sollst. Mediation kann übrigens wunderbar bei dieser Praxis helfen!

Mehr Zeit fur mich

3. Rede darüber

Schlucke Deine Gefühle nicht einfach herunter. Mir viel es früher unglaublich schwer über diese Gefühle zu sprechen. Das hing teilweise damit zusammen, dass ich mir deren überhaupt nicht bewusst war. Und mit „darüber sprechen“ meine ich auch nicht, über jegliche Mädels auf Social Media herzuziehen. Das ist auch so ein Ding. Wir reden schlecht über jemanden (auch fremde Person auf den Sozialen Medien), damit wir uns besser fühlen. Doch im Grunde lösen diese Bilder etwas in uns aus. Wir fühlen uns schlecht mit uns selbst, was diese Person in uns ausgelöst hat. Versuchen wir aber unsere Gefühle zu ergründen und diese zu reflektieren, dann erreichen wir Tiefe und können unsere eigenen Unsicherheit besser erkennen und an/mit ihnen arbeiten. Klar, dass ist manchmal unangenehm, aber letztendlich ein Weg um zu wachsen und ein besseres Leben zu führen.

 

4. Setzte Grenzen & lege das Handy weg

Auch wenn das Bewusstsein da ist, ist es manchmal einfach besser das Handy aus der Hand zu legen. Ich werde immer eine sehr sensible Person sein und mich Stressen die Reize in der modernen Welt oft sehr. Daher ist es für mich besser mir Grenzen zu setzten. Fernsehen und Magazine schaue ich mir nicht mehr an. Social Media brauche ich tatsächlich für meinen Blog und möchte ich ein Stück weit in meinem Leben behalten. Doch gibt es in meinem Alltag Zeitfenster, in denen ich sie bewusst nutze. Meist wache ich auf und durchlaufe meine Morgenroutine, bevor ich zwei Stunden später mein Smartphone überhaupt erst anwerfe. Abends gibt es nach 19 Uhr auch keine Medien mehr. Und manchmal habe ich ein paar Tage, in denen ich mir ein Social Media Detox gönne. Aus diesen Phasen komme ich meist sehr erfrischt wieder. Mit diesen bewusst gesetzen Grenzen geht es mir so viel besser und verpassen tu ich auch nichts.

 

5. „Give a fuck“

Ganz ehrlich: Warum kann uns das Leben der anderen nicht einfach egal sein? Nach dem Lesen des Buches „The Subtle Art of Not Giving a F*ck“ von Mark Manson*, versuche ich diese Praxis viel häufiger in mein Leben zu integrieren. Wir bilden uns viel zu häufig eine Meinung über Menschen, die wir überhaupt nicht kennen. Ich bin davon überzeugt, dass wir dies nur tun, wenn wir uns in unserem eigenen Leben nicht wohl fühlen und unzufrieden sind. Also konzentriere ich mich lieber auf MEIN EIGENES LEBEN und stecke all meine Energie in den jetzigen Moment, um MEIN Leben so zu gestalten, wie ich es gern haben möchte. Anstatt mich auf das Leben anderer zu konzentrieren, mich zu vergleichen und Energie zu vergeuden. Das ist einfach ein verwalten an persönlichen Ressourcen und ich sage Dir, das Leben fühlt sich schlagartig besser an. Bäm!

Hast Du auch die Erfahrung mit negativen Gefühlen gemacht, wenn Du auf den Sozialen Medien surfst? Was tust DU dagegen?

2 comments on “Die Social Media Depression & was Du dagegen tun kannst”

  1. Vielen lieben Dank für diesen tollen Artikel.
    Ja, ich kenne mich sehr gut mit Depressionen und habe oft festgestellt, dass Sozial Media meine Downs zwar nicht auslöst, aber sie wohl verstärken bzw. intensivieren kann.
    Eine direkte Lösung ist das Weglassen der Sozial Media nicht direkt… kann einem aber manchmal etwas innere Ruhe verschaffen.

    Liebe übrigens deinen neuen Blog.
    Liebe Grüße xoxo

    Náomi von ladyoneworld

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